PfadnavigationHomeSportFußballFußball-BundesligaGladbach erlebt in Freiburg ein Debakel – Nmecha trifft per Traumtor für den BVBStand: 17:51 UhrLesedauer: 8 MinutenFelix Nmecha traf gegen den SC Paderborn per Seitfallzieher für den BVB und jubelteQuelle: Bernd Thissen/dpaAm 3. Spieltag der Bundesliga sind einige Traditionsklubs im Einsatz. Der BVB siegt gegen den Aufsteiger SC Paderborn souverän. Borussia Mönchengladbach versinkt nach drei Niederlagen in der Krise.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenTrainer Eugen Polanski steckt mit Borussia Mönchengladbach schon nach drei Spieltagen tief in der Krise. Gegen den neuen Spitzenreiter SC Freiburg verlor die Elf vom Niederrhein nach einer schwachen Leistung 0:5 (0:2) – und damit ihr drittes Saisonspiel in der Fußball-Bundesliga. Yannik Engelhardt (23. und 79. Minute), Igor Matanovic (29./77.) sowie Maximilian Eggestein (86.) erzielten die Freiburger Tore vor 34.700 Zuschauern. Gladbachs Kapitän Tim Kleindienst (52.) sah Gelb-Rot.Bei den Gästen war die Stimmung schon vor dem Spiel schlecht. „Weniger TikTok gucken“, hatte Kleindienst seinen Teamkollegen nach dem 3:4 vor einer Woche gegen Elversberg empfohlen. Dazu befragt sagte Sportchef Rouven Schröder vor der Freiburg-Partie bei Sky: „Es hat sich viel angesammelt, Tim ist maximal ehrgeizig. Das sind wir auch. Und da ist jeder Typ anders. Man kann sachlich sein in der Emotion. Der andere ist halt ein Stück weit emotionaler.“Eugen Polanskis Wechsel verpuffenDer bereits früh in der Saison unter Druck stehende Polanski wollte mit drei Wechseln in der Startelf die Wende herbeiführen. David Herold, Robin Hack und Kevin Stöger durften statt Wael Mohya, Mathieu Nguefack und Lukas Ullrich ran. Anfangs wirkten die Gäste durchaus engagiert, torgefährlich wurden sie über die gesamte Spielzeit aber nie.Ganz anders sah das bei den Freiburgern aus, die von ihren Fans mit einer royalen Choreo („Du bist der König in unserer Stadt“) ins Spiel geschickt wurden. Schnörkellos trugen die Breisgauer ihre Angriffe vor, profitierten bei der Führung allerdings auch von einem Fehler von Moritz Nicolas. Der Gladbacher Torwart segelte nach einem Eckstoß von Derry Scherhant am Ball vorbei; hinter ihm nickte der ehemalige Borusse Engelhardt mühelos ein.Lesen Sie auchKaum im Bilde waren die Gäste auch beim zweiten Gegentreffer. Ein präziser Flachpass von Freiburgs Innenverteidiger Matthias Ginter reichte, um die Gladbacher Abwehr auszuhebeln. Empfänger Matanovic schloss in seinem 50. Bundesligaspiel direkt und mit Hilfe des Innenpfostens zum 2:0 ab. Weitere gute Torchancen hatten Engelhardt, Philipp Lienhart und Yuito Suzuki nach einem weiten Abschlag von SC-Torhüter Mio Backhaus vergeben.Gelb-Rot für Tim KleindienstPolanski reagierte nach dem Seitenwechsel und schickte Shuto Machino für den ungefährlichen Hugo Bolin auf den Rasen. Die Hoffnung auf eine Aufholjagd währte aber nur kurz, weil der bereits verwarnte Kleindienst dem Freiburger Innenverteidiger Lienhart ungestüm auf den Fuß trat.Lesen Sie auchZwar setzte Polanski in Isac Lidberg (für Franck Honorat) und Wael Mohya (für Robin Hack) auf frische Kräfte, ins Tor trafen aber nur noch die souverän auftretenden Freiburger, die erstmals in ihrer Bundesliga-Geschichte die ersten drei Spiele gewannen.Matanovic, der kurz zuvor noch per Kopf an Nicolas scheiterte, schnürte auf Vorlage von Jordy Makengo seinen „Doppelpack“ und durfte sich bei seiner folgenden Auswechslung von den Fans mit Sprechchören feiern lassen. Engelhardt machte mit einem strammen Linksschuss das Gladbacher Debakel perfekt. Eggestein, der erst unter der Woche seinen Vertrag verlängert hatte, setzte noch einen drauf. „Deutscher Meister wird nur der SCF“, stimmten die Freiburger Fans vergnügt an.Borussia Dortmund siegt gegen SC PaderbornJubel auch beim BVB: Borussia Dortmund hat beim Comeback von Nico Schlotterbeck den SC Paderborn besiegt und bleibt mit neun Punkten aus drei Partien auch nach diesem Spieltag vor dem FC Bayern. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac bezwang den Bundesliga-Aufsteiger verdient mit 3:0 (1:0).Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion erzielten Fábio Silva in der 5. Minute und Felix Nmecha (80./89.) die Tore für den BVB. Nmechas zweiter Treffer war besonders sehenswert: Der Mittelfeldmann traf per Fallrückzieher. Während der Revierklub einen perfekten Saisonstart hingelegt hat, wartet der SC Paderborn mit einem Punkt weiter auf seinen ersten Treffer in dieser Spielzeit.Nationalspieler Schlotterbeck, der sich bei der Weltmeisterschaft am Sprunggelenk verletzt hatte, stand 84 Tage danach nicht nur wieder im Kader, sondern auch gleich wieder als Kapitän in der Startelf. Zudem setzte Kovac nach den zuletzt starken Leistungen auf Silva, der mit Serhou Guirassy eine Doppelspitze bildete.Das lohnte sich quasi direkt. Guirassy spielte tief aus der eigenen Hälfte einen Steilpass, Paderborns Tjark Scheller verschätzte sich und Silva blieb vor Nahuel Noll im Gäste-Tor ganz cool.Gute Nachrichten von KaretsasTeamkollege Konstantinos Karetsas freute sich als Zuschauer im Stadion mit. Der 18-Jährige, der beim 3:2 in der Champions League am Dienstag gegen den FC Villarreal noch wegen Kreislaufproblemen ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden musste, könnte sehr bald auch wieder auf dem Platz dabei sein.„Den haben wir jetzt drei Tage auf den Kopf gestellt, tatsächlich keine Auffälligkeiten“, sagte Sportchef Lars Ricken bei DAZN. „Er wird im Laufe der nächsten Woche wieder ins Training einsteigen und dann müssen wir schauen, ob er vielleicht gegen Stuttgart wieder spielen kann, aber wir befürchten keine Langzeitschäden“, so Ricken mit Blick auf die nächste Ligapartie.Lesen Sie auchDer 50-Jährige sah, dass der BVB trotz viel Paderborner Ballbesitz nur wenig zuließ und die besseren Chancen hatte. Joey Veerman scheiterte mit einem abgefälschten Distanzschuss an Noll. Gleich zwei Treffer von Guirassy zählten nach Eingriffen des Videoassistenten wegen Abseitspositionen nicht.Auch nach dem Seitenwechsel hatte Dortmund gute Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen. Ethan Nwaneri und Guirassy kamen aus aussichtsreichen Positionen nicht am starken Noll vorbei. Bellingham verfehlte das Tor per Kopf knapp. Weil der BVB die Vorentscheidung verpasste, blieb es bis in die Schlussphase spannend. Dann sorgte der eingewechselte Nmecha mit einem Doppelpack für die Entscheidung.Eintracht Frankfurt besiegt 1. FSV Mainz 05Eintracht Frankfurt hat unterdessen dank „Elfmeterkiller“ Noah Atubolu und „Doppelpacker“ Can Uzun erst zum zweiten Mal in der Bundesliga-Geschichte das Rhein-Main-Derby beim FSV Mainz 05 gewonnen. Beim 3:1 (2:0) traf neben Uzun (9./60. Minute) auch Jonathan Burkardt (45.+1) an seiner alten Wirkungsstätte für die Hessen, für die es der erste Saisonsieg war. Der späte Treffer von Phillip Tietz (89.) half den Mainzern nicht mehr.Großen Anteil am verdienten Gäste-Erfolg hatte auch Atubolu. Der Eintracht-Torwart krönte seinen starken Auftritt, als er in der 43. Minute einen Foulelfmeter von Nationalspieler Nadiem Amiri parierte. Es war bereits der sechste Strafstoß, den Atubolu in der Bundesliga abwehren konnte.Den zuvor einzigen Sieg in Mainz hatten die Frankfurter, die nun wie der Rivale über vier Punkte verfügen, im Januar 2021 (2:0) gelandet. Trainer damals wie heute: Adi Hütter.FC Augsburg mit Remis gegen Bayer LeverkusenDas Überraschungsteam des FC Augsburg hat Samstagnachmittag den dritten Coup der noch jungen Saison verpasst und durch ein Remis gegen Bayer Leverkusen die Tabellenführung in der Bundesliga verloren. Die Schwaben trennten sich 2:2 (0:1) vom Europa-League-Starter – und das auch nur wegen eines Gegentors kurz vor Schluss durch Patrik Schick.Dank eines Doppelpacks von Michael Gregoritsch in der 50. und 55. Minute war der FCA ganz nah dran an der nächsten Überraschung. Der Österreicher hatte die Partie gegen dominante Leverkusener auf den Kopf gestellt und avancierte zum Rekordtorschützen der Augsburger Bundesliga-Historie.Für Bayer hatte Christian Kofane in Führung erzielt (18.) – der eingewechselte Schick sorgte in der 89. Minute mit einem Hackentreffer für den Endstand. Immerhin vermied die Werkself nach dem 2:3 zum Saisonstart in Elversberg den zweiten heftigen Auswärtsdämpfer in dieser Spielzeit.Rückkehrer Moussa Diaby vertändelte bei seiner Startelfpremiere die Führung (5.), Ibrahim Mazas Schuss wurde geblockt (9.) – dann gelang Kofane das verdiente 1:0. Der Mittelstürmer hatte erstmals den Vorzug vor Schick bekommen und wurde dann von Edmond Tapsoba steil geschickt. Mit einer Körpertäuschung ließ der Nationalspieler aus Kamerun seinen Gegenspieler Chrislain Matsima aussteigen und schob souverän zum Führungstreffer ein.Gregoritsch nun Rekordtorschütze des FCAWeil Bayer weitere Tormöglichkeiten ungenutzt ließ, ging es nur mit 1:0 in die Pause. Das sollte sich zunächst rächen für die Gäste – ähnlich wie in der Vorwoche in Frankfurt drehte Augsburg die Partie innerhalb weniger Minuten. Zunächst spitzelte Gregoritsch den Ball nach einem starken Steilpass von Hennes Behrens vorbei an Keeper Mark Flekken. Nur Augenblicke später köpfte der Österreicher nach einem Eckball völlig alleingelassen zum 2:1 ein.Der Nationalspieler und WM-Teilnehmer erzielte seine Treffer 37 und 38 im Dress des FCA. Er ist somit der Rekordtorschütze des Vereins und löste Alfred Finnbogason (37) ab. In die Augsburger Freude platzte dann der vermeintliche Ausgleichstreffer von Leverkusen durch Maza (60.), der nach VAR-Analyse aber wegen eines vorangegangenen Fouls aberkannt wurde.Lesen Sie auchLeverkusen drängte nun vehement auf das 2:2 und schnürte die Hausherren phasenweise in deren Strafraum ein. Für das Remis sorgte dann Schick, der einen Schuss des ebenfalls eingewechselten Malik Tillmann ins Tor verlängerte.VfB Stuttgart strauchelt gegen TSG HoffenheimDer VfB Stuttgart ist derweilen nach seinem erfolgreichen Champions-League-Auftakt im Landesduell in der Bundesliga gestrauchelt. Die Schwaben verloren bei der zuvor noch punktlosen TSG 1899 Hoffenheim 1:2 (0:1) und mussten am dritten Liga-Spieltag die zweite Niederlage hinnehmen. „Doppelpacker“ Adam Hlozek schoss indes Hoffenheim zum ersten Sieg der neuen Spielzeit (13. Minute/67.).Für den VfB war der zwischenzeitliche Ausgleich von Maximilian Mittelstädt (48.) vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Sinsheimer Arena zu wenig. Zu allem Überfluss mussten die Schwaben nach einer guten halben Stunde auf Mittelfeld-Taktgeber Angelo Stiller verzichten, der angeschlagen vom Rasen ging.jwo