Spaß hatten am Freitagabend in Köpenick Tausende Menschen, nur nicht die Fans des 1. FC Union. Die Fans von Nina Chuba etwa, die zwei Kilometer vom Stadion An der Alten Försterei entfernt auf der Parkbühne Wuhlheide auftrat. Die Anhänger vom FC Schalke 04 umso mehr, die nach mehr als drei Jahren wieder einen Sieg in der Bundesliga bejubeln durften. „Fantastisch“ fühlte sich Schalke-Coach Miron Muslic. Nur die Eisernen eben, die beim 1:3 (0:1) gegen den Aufsteiger untergingen, konnten den Flutlichtabend nicht genießen.Union war zu spät aufgewacht, musste erst 0:2 hinten liegen, um Torgefahr zu entwickeln. „Ich denke, da haben wir erst angefangen, zu spielen, wie wir spielen wollten“, sagte Linksverteidiger Tom Rothe nach dem Spiel. „Dass es erst so spät kommt, ist sehr, sehr ärgerlich.“
Déjà-vu An der Alten Försterei
Neu ist das Phänomen bei den Köpenickern aber nicht. Schon im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig (4:2) sowie beim bisher einzigen Punktgewinn in der Bundesliga im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (3:3) war Union in Rückstand geraten, bevor die Ideen nach vorne eine Wirkung erzielten.Gerade die Erinnerung an das 3:3 gegen Frankfurt dürfte bei vielen Fans ein Déjà-vu ausgelöst haben. Wieder hatte ihr Team kaum Chancen herausgespielt, wieder war Union in Rückstand geraten, wieder wollte Trainer Mauro Lustrinelli mit einem Doppelwechsel das Spiel verändern und wieder kassierte sein Team nur Sekunden später das nächste Gegentor. Auch dieses Mal wurde das Spiel dann besser. Tim Skarke schoss, wie gegen Frankfurt, sogar noch ein Tor. Diesmal aber hatte es nicht die gleiche Wirkung. Trotz seines Anschlusstreffers in der sechsten Minute der Nachspielzeit lag der Ausgleich nicht in der Luft. Dass stattdessen Schalke noch einmal nachlegte und Maximilian Wöber das Tor zum 1:3-Endstand erzielte, bestätigte diesen Eindruck.












