US-Präsident Donald Trump hat am Samstag erklärt, er würde es »lieben«, wenn sich Irland mit dem britisch verwalteten Nordirland vereinigen würde – und dass dies seiner Ansicht nach eines Tages geschehen werde.Trump ist eigentlich wegen des Golf-Sports in Irland. Der Besuch dreht sich vor allem um ein großes Turnier auf einem Platz, der ihm gehört. Den politischen Teil in Dublin könnte man als Vorprogramm bezeichnen.
»Nun, ich möchte keine Probleme verursachen, aber ich sage Ihnen: Ich würde es lieben, wenn es vereinigt würde«, sagte Trump gegenüber Journalisten nach einem Treffen mit dem irischen Premierminister Micheál Martin in Dublin.Weiter sagte der US-Präsident: »So wie ich das sehe, wird es irgendwann passieren. Ich denke, das wäre eine fantastische Sache«. Und: »Nun wird das Vereinigte Königreich dazu sicher etwas zu sagen haben. Aber ich denke, es wäre eine großartige Sache.«
Die Aussage sorgte in Irland und im Vereinigten Königreich prompt für große Aufregung. Die Grenze auf der irischen Insel wurde 1921 mit dem Inkrafttreten des »Government of Ireland Act« gezogen. Anders als Irland, das sich zur unabhängigen Republik abspaltete, blieb Nordirland Teil des Vereinigten Königreichs. Die Frage, ob die Provinz dazugehören oder sich mit Irland wiedervereinigen sollte, führte zu einem jahrzehntelangen, blutigen Bürgerkrieg und spaltet auch heute noch die Gesellschaft.










