Ein Teil eines Regionalzugs mit etwa 180 Passagieren an Bord ist am Abend gegen 19.30 Uhr auf der Strecke zwischen Rouen und Caen im Nordwesten Frankreichs entgleist. Dabei wurden mindestens 44 Menschen verletzt, wie der Fernsehsender BFMTV unter Berufung auf den Präfekten berichtete. Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot hatte zunächst von etwa 20 Verletzten gesprochen. Über den Gesundheitszustand einer schwer verletzten 18-Jährigen wurden zunächst ebenfalls keine neuen Informationen bekannt. Die Eisenbahngesellschaft SNCF erklärte, die Ermittlungen zur Unfallursache liefen.Wie der Sender BFMTV weiter berichtete, kollidierte der Regionalzug mit einem bislang unbekannten Gegenstand. Ein Waggon kippte demnach um, vier weitere Wagen sprangen aus den Schienen. Ein Passagier erzählte dem Sender, es habe sich erst angefühlt wie eine Notbremsung, dann sei der Zug durchgerüttelt worden, weil er nicht mehr auf dem Gleis fuhr, sondern über Schotter rumpelte. „Unser Fenster ist geborsten, Qualm stieg auf und Koffer flogen umher“, berichtete der Mann. „Dann haben wir den anderen Waggon an unserem Fenster vorbeirauschen sehen.“ Nach dem Unfall waren die Passagiere nach seinen Worten zunächst auf sich allein gestellt und brachen eine Tür auf, da kein Zugpersonal zu sehen gewesen sei.Die Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot zum Unfallort aus. Mehr als 130 Feuerwehrleute, 50 Polizisten und 80 Fahrzeuge seien im Einsatz gewesen, hieß es in französischen Medienberichten. Der Bahnverkehr in der Region sei stark beeinträchtigt und noch sei nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine vorsätzliche Tat handeln könne.
Zugunglück bei Rouen Frankreich: Mehr als 40 Verletzte bei Entgleisung
Ein Regionalzug in Frankreich entgleiste bei Rouen und Caen mit rund 180 Passagieren. Mindestens 44 Menschen wurden verletzt, ein Wagen kippte um. Rettungskräfte waren mit großem Einsatz vor Ort.











