Gegen den rechtsgerichteten brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro ermittelt die Justiz wegen des Verdachts der Korruption und Geldwäsche. Das geht aus einem Gerichtsdokument hervor, das nun – 23 Tage vor der Wahl – publik wurde. Demnach beziehen sich die bereits seit Juli laufenden Ermittlungen auf die Finanzierung des Dokumentarfilms »Dark Horse« über den früheren rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro, den Vater von Flávio Bolsonaro.
Skandal zieht weite KreiseDas noch nicht veröffentlichte Biopic »Dark Horse« zeichnet ein positives Bild von Ex-Präsident Bolsonaro, der vom US-Schauspieler Jim Caviezel (»Person of Interest«, »Die Passion Christi«) verkörpert wird, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Es besteht demnach auch der Verdacht, dass zur Finanzierung des Films öffentliche Gelder in Millionenhöhe veruntreut wurden. Am Donnerstag hatte die Polizei deswegen zahlreiche Objekte durchsucht. Nach Angaben der Bundespolizei wurden 49 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sind in den Skandal Beamte der Zentralbank, Politiker und auch Mitglieder des Obersten Gerichtshofs verwickelt. Die Enthüllungen stürzen die brasilianischen Institutionen demnach wenige Wochen vor der Präsidentschaftswahl in eine tiefe Krise.










