Der spanische Modekonzern Inditex treibt seine Expansion in den USA voran. Die USA seien ein zentraler Wachstumsmarkt, sagte Konzernchef Oscar Garcia Maceiras (51) in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters in London. „Die USA wecken aufgrund ihrer Bevölkerungszahl und ihrer Bedeutung großes Interesse.“ Der Konzern, zu dem unter anderem die Modeketten Zara, Bershka und Massimo Dutti gehören, plant neue Filialen in Denver, Phoenix und Pittsburgh. Zudem sollen die höherpreisige Marke Massimo Dutti und das auf die Generation Z ausgerichtete Label Bershka nach einem Start in Miami nun auch in New York eingeführt werden. Dabei setze das Unternehmen auf ein selektives Wachstum und wolle sicherstellen, dass jedes Geschäft profitabel sei, sagte der Manager.Die USA sind nach dem Heimatmarkt Spanien der zweitwichtigste Markt für Inditex. Die Expansion läuft schrittweise: Der Konzern testet die Nachfrage in den jeweiligen Städten zunächst über Online-Bestellungen, bevor er stationäre Geschäfte eröffnet. Bis Ende 2027 sind in den USA 20 Projekte geplant, darunter neue Läden sowie Erweiterungen und Umbauten. Weltweit hat der Konzern seine Strategie seit der Coronapandemie angepasst. Zwar sank die Zahl der Filialen im Vergleich zu Januar 2019 um rund 2000 oder 27 Prozent. Da Inditex jedoch auf größere Vorzeigegeschäfte in besten Lagen setzt, ging die reine Verkaufsfläche nur um 7 Prozent zurück. Renovierte Läden verzeichneten eine deutlich höhere Kaufrate, sagte Garcia Maceiras.Inditex profitiert davon, dass Kunden angesichts gestiegener Preise bei Luxusmarken zunehmend auf günstigere Alternativen wie Zara oder Massimo Dutti ausweichen. „Viele Kunden kombinieren in ihren Kleiderschränken verschiedene Arten von Produkten aus unterschiedlichen Marktsegmenten“, sagte der Konzernchef. „Der Kleiderschrank gehört nicht mehr einer einzigen Marke.“
Inditex: Spanischer Modekonzern baut Markenpräsenz in den USA deutlich aus
Zara, Bershka, Massimo Dutti: Der spanische Modekonzern Inditex baut seine Markenpräsenz in den USA aus und überholt an der Börse sogar Hermès. Warum Konzernchef Oscar Garcia Maceiras gerade jetzt auf Amerika setzt.












