Stand: 11.09.2026 11:40 Uhr
Derzeit ist ein ungewöhnlicher Besucher im Wendland unterwegs: Ein junger Elchbulle. Wer ihm begegnet, sollte Abstand halten - auch wenn der Koloss nicht grundsätzlich gefährlich ist.
Entdeckt wurde der Elch im Landkreis Lüchow-Dannenberg am Dienstag mithilfe einer Wildtierkamera, wie Kreisjägermeister Rüdiger Schulz dem NDR Niedersachsen sagte. "Hier bei uns im Landkreis wurde seit hunderten von Jahren keiner gesehen", so Schulz. In Brandenburg, Sachsen oder dem östlichen Sachsen-Anhalt seien die Tiere hingegen regelmäßiger zu sehen. Dort gibt es dem Kreisjägermeister zufolge etwa zehn bis 20 Elche, die immer wieder gesichtet werden. "Die kommen aus Polen, wo der Bestand sich sehr vermehrt hat", sagte Schulz. Zuerst hatte die "Elbe-Jeetzel-Zeitung" berichtet.
Ort der Sichtung bleibt geheim
Wo genau das Tier unterwegs ist, verrät Kreisjägermeister Schulz nicht. Zu groß sei die Gefahr, dass das Tier zur Attraktion für Neugierige wird. Mit dem Jungbullen sei nicht zu spaßen, vor allem in der aktuellen Brunftzeit - der Paarungszeit - könne er auch aggressiv werden. Der Jäger empfiehlt deshalb, sich bei einer Begegnung ruhig zu verhalten. Man sollte dem Tier nicht zu nahe kommen, um beispielsweise ein Foto von ihm zu machen, sondern sich eher zurückziehen. Wer mit dem Auto unterwegs ist und den Elch beim Überqueren einer Straße sieht, sollte laut Schulz anhalten und ihn in Ruhe ziehen lassen.







