Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) hat sich gegen die Entscheidung der Bundesregierung ausgesprochen, die Airline Emirates von einem weiteren Flughafen in Deutschland starten zu lassen. »Das ist der Ausverkauf deutscher Arbeitsplätze und ein weiterer Schlag in die Magengrube unserer Unternehmen«, teilte Geschäftsführer Michael Engel mit. »So viele Eigentore kann man eigentlich in einem Spiel nicht schießen.«Die Entscheidung der Bundesregierung stehe im »krassen Widerspruch« zu Versprechungen der deutschen Politik, heißt es weiter. Emirates werde keine direkten Langstreckenverbindungen von und nach Berlin schaffen, sondern die Stadt lediglich an den Umsteigeflughafen Dubai anbinden – »in einem geopolitischen Hotspot dieser Welt«. So entstehe eine Konkurrenz mit deutschen Airlines, die bereits Verbindungen in die Region anbieten. Auch künftige Direktverbindungen würden unwahrscheinlicher: Andere Fluggesellschaften würden »nicht in den Wettbewerb mit einer Airline treten, die aufgrund niedrigerer Sozial- und Umweltstandards mit deutlich niedrigeren Kosten fliegen kann.«Emirates ist die nationale Airline des Emirats Dubai. Am Donnerstag hatte die Bundesregierung mitgeteilt, dass sie künftig fünf statt bisher nur vier Flughäfen in Deutschland mit einer abgestimmten Zahl an Verbindungen anfliegen darf – nach einem Besuch des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in Deutschland. Bisher fliegt Emirates nach Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie künftig auch den Hauptstadtflughafen BER ansteuern wird.