PfadnavigationHomeRegionalesThüringenLand bekennt sich zu Hochschulen - Aber reicht das Geld?Stand: 11:02 UhrLesedauer: 2 MinutenThüringens Linke-Fraktionschef Christian Schaft hält die Finanzierung der Thüringer Hochschulen nicht für ausreichend. (Archivbild)Quelle: Martin Schutt/dpaDie Landesregierung will alle Hochschulen erhalten, doch die Kosten steigen. Eine engere Zusammenarbeit soll helfen. Warum mehrere Abgeordnete die geplante Finanzierung hinterfragen.Die Thüringer Linke-Fraktion bezweifelt, dass die von der Landesregierung geplante Finanzierung der Hochschulen für die kommenden Jahre ausreicht. Eine verlässliche Finanzierung brauche mehr als eine lange Laufzeit der Zahlungsverpflichtungen, sagte der Linke-Fraktionsvorsitzende Christian Schaft in einer Debatte zu einer geplanten neuen Vereinbarung des Landes mit den Hochschulen.Angesichts der zu erwartenden Kostensteigerungen etwa beim Personal seien die Gelder nicht ausreichend, die ihnen die Landesregierung zuweisen wolle. «Und die Folgen sind dann eben Einsparungen mit der Rasenmäher-Methode», sagte Schaft. Steffen Quasebarth von Thüringen.Gerecht sagte: «Wer gute Arbeit verspricht, der muss sie auch finanzieren.»Mehr KooperationDie Pläne der Landesregierung sehen zwar ein Bekenntnis zu allen zehn Hochschulstandorten in Thüringen vor. Allerdings sollen die Mittel in den kommenden Jahren weniger stark ansteigen als in den Jahren zuvor. Zugleich zielt die Vereinbarung auf eine engere Zusammenarbeit der Hochschulen ab - damit sollen Kosten gesenkt und die Qualität erhöht werden.Von 2027 bis 2031 sollen die zehn staatlichen Hochschulen 3,1 Milliarden Euro vom Land erhalten. Die Steigerungsraten pro Jahr liege zwischen 1,24 und 1,75 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahr. Zum Vergleich: Ende 2025 war noch eine Steigerung um 3,5 Prozent festgelegt worden.Klamme KassenThüringens Bildungsminister Christian Tischner (CDU) verwies mehrfach auf eine schwierige Haushaltslage im Freistaat. Die Mittel für die Hochschulen seien aber über die Vereinbarung geschützt. Zugleich räumte er ein: «Damit sind nicht automatisch alle künftigen Kostensteigerungen der Hochschulen ausgeglichen.» Tischner betonte, dass angesichts der angespannten Haushaltslage ein Weiterso keine Option sei. «Nicht jede Hochschule muss jede Leistung selbst vorhalten», sagte er. Studienangebote könnten stärker abgestimmt, Forschungsinfrastruktur gemeinsam genutzt werden.Der Antrag der Landesregierung zur neuen Hochschulvereinbarung soll im Bildungsausschuss weiter beraten werden. Die Vereinbarung an sich ist auch noch nicht unterzeichnet und kann sich noch ändern.dpa-infocom GmbH
Land bekennt sich zu Hochschulen - Aber reicht das Geld? - WELT
Die Landesregierung will alle Hochschulen erhalten, doch die Kosten steigen. Eine engere Zusammenarbeit soll helfen. Warum mehrere Abgeordnete die geplante Finanzierung hinterfragen.






