DeepSeek hat mit V4.1 Flash ein neues Open-Weight-Modell veröffentlicht, das besonders stark bei agentischen Aufgaben und beim Schlussfolgern über lange Kontexte abschneidet. Der Vorgänger V4 Flash wird eingestellt. Ab dem 14. September werden zudem alle Anfragen an das aktuelle Spitzenmodell V4-Pro auf V4.1 Flash umgeleitet und zu dessen Tarifen abgerechnet. Damit übernimmt V4.1 Flash bis zum Erscheinen von V4.1 Pro die Rolle des DeepSeek-Flaggschiffs.
Das zentrale Modellnetz von V4.1 Flash umfasst laut DeepSeek 552 Milliarden Parameter und ist damit fast doppelt so groß wie das von V4 Flash. Anders als V4 Pro und V4 Flash verarbeitet V4.1 Flash neben Text nun auch Bilder nativ. Gleich geblieben ist das Kontextfenster von einer Million Tokens. Die Modellgewichte stehen unter MIT-Lizenz bereit, zudem ist V4.1 Flash über die DeepSeek-API verfügbar.
Neue Architektur senkt Rechen- und Speicherbedarf
Eine Besonderheit von V4.1 Flash ist die neue Causal-Encoder-Decoder-Architektur, die eine deutliche Effizienzsteigerung ermöglicht. Vereinfacht gesagt teilt sie das Modell in zwei Hälften: Die erste verarbeitet den Eingabekontext, die zweite übernimmt die weitere Generierung. Dadurch wird vor allem das Einlesen großer Kontextmengen effizienter. DeepSeek nennt 8 Milliarden aktive Parameter pro Token für die Verarbeitung der Eingabe und 16 Milliarden für die Textgenerierung. V4 Flash kam dagegen auf 13 Milliarden aktive Parameter pro Token.













