Die grössten Unglücke mit Bussen oder Reisecars in der SchweizErneut erschüttert ein Unglück die Schweiz. Ein niederländischer Reisecar ist im Kanton Graubünden verunfallt. Die Polizei meldet mehrere Tote und Verletzte. In der jüngeren Vergangenheit kam es in der Schweiz immer wieder zu tragischen Vorfällen in und mit Bussen.11.09.2026, 07.57 Uhr3 LeseminutenAktualisiertIn Graubünden ist am Donnerstagnachmittag ein Reisecar verunfallt. Der Bus ist laut ersten Erkenntnissen auf der Strecke zwischen Susch und Zernez gegen eine Leitplanke gefahren und von der Strasse abgekommen. Dabei ist er auf die Seite gekippt. Laut der Kantonspolizei Graubünden hat es mehrere Tote und Verletzte gegeben. Die Bergung der Leichen war in der Nacht noch im Gange. Erst am Freitag soll die Opferzahl bekanntgeben werden.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.In der Schweiz kam es immer wieder zu tragischen Vorfällen oder Unglücken mit Bussen und Reisecars. Ein Blick zurück in die jüngere Vergangenheit:Inhaltsverzeichnis2026: Brand in einem Linienbus in Kerzers2012: Bus-Drama von Siders2006: Unfall im Viamala-Tunnel2005: Car-Unfall von Orsières2001: Brand im Gotthard-Strassentunnel2026: Brand in einem Linienbus in KerzersBeim Brand eines Postautos sind 10. März 2026 in Kerzers im Kanton Freiburg sechs Personen ums Leben gekommen. Fünf weitere Personen wurden verletzt, unter ihnen ein Sanitäter.Das Postauto geriet am frühen Abend im Stadtzentrum von Kerzers in Brand. Laut der Polizei hatte der mutmassliche Täter einen erweiterten Suizid begangen. Er hatte sich selbst angezündet und somit das Feuer verursacht. Zum Text.Der Postauto-Brand in Kerzers ereignete sich nur wenige Wochen nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana, wo in der Silvesternacht bei einem Feuer in der Bar «Le Constellation» 41 Personen gestorben sind. 115 weitere Personen wurden verletzt.Hier bekommen Sie Hilfe:Wenn Sie selbst Suizid-Gedanken haben oder jemanden kennen, der Unterstützung benötigt, gibt es verschiedene Hilfsangebote:In der Schweiz können Sie die Berater der Dargebotenen Hand rund um die Uhr vertraulich unter der Nummer 143 erreichen.In Deutschland finden Sie entsprechende Hilfe bei den Beratern der Telefonseelsorge, online oder telefonisch unter der Nummer 0800 / 1110111.2012: Bus-Drama von SidersBeim Busunglück in Siders starben 28 Personen, unter ihnen 22 Kinder. Der Car befand sich auf dem Rückweg von einem Skilager.ReutersAm 13. März 2012 prallte ein belgischer Reisebus in einem Tunnel der A 9 bei Siders frontal gegen eine Nothaltebucht. 28 Personen starben, unter ihnen 22 Kinder, die sich auf dem Rückweg von einem Skilager befanden. Die Bilder des zerstörten Fahrzeugs lösten europaweite Bestürzung aus. Die genaue Ursache ist bis heute unklar. Am wahrscheinlichsten ist, dass der Fahrer unaufmerksam war oder einen Schwächeanfall erlitt. Das zumindest steht im Untersuchungsbericht, der ein Jahr später veröffentlicht wurde. Zum Text2006: Unfall im Viamala-TunnelBeim Unfall im Viamala-Tunnel gerieten ein Car sowie ein Auto explosionsartig in Brand.Arno Balzarini / KeystoneAm 16. September 2006 kam es im Viamala-Tunnel auf der A 13 bei Thusis in Graubünden zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 90-jähriger Autofahrer geriet mit seinem Fahrzeug im Tunnel auf die Gegenfahrbahn, wo er mit einem entgegenkommenden Auto zusammenstiess. Dieses prallte gegen die Tunnelwand und wurde zurück auf die Gegenfahrbahn geschleudert, wo es mit einem Reisecar kollidierte. Sowohl der Car als auch das Auto gerieten explosionsartig in Brand.Beim Unfall wurden der 90-jährige Unfallverursacher und eine vierköpfige Familie getötet. Vier weitere Personen starben, weil sie den Verunfallten zu Hilfe kommen wollten oder den südlichen Tunnelausgang nicht mehr rechtzeitig erreichen konnten. Neun weitere Personen wurden verletzt. Zum Text2005: Car-Unfall von OrsièresDer Reisebus stürzte eine steile Böschung hinab und kam in einem Flussbett zu liegen.Fabrice Coffrini / KeystoneAm 19. Juni 2005 kam ein Reisecar zwischen Orsières und Liddes auf der Route zum Grossen St. Bernhard im Wallis von der Fahrbahn ab und stürzte über 100 Meter eine steile Böschung in ein Flussbett hinunter. Warum der Fahrer des Busses die Kontrolle über das Fahrzeug verlor, blieb ungeklärt. Auch eine Autopsie des Fahrers lieferte keine Hinweise auf eine Unfallursache. Beim Unfall wurden 13 Personen getötet, 14 weitere verletzt. Zum Text2001: Brand im Gotthard-StrassentunnelNach einer Frontalkollision zweier Lastwagen im Gotthard-Strassentunnel stieg die Temperatur auf über 1200 Grad.Kapo Tessin via KeystoneAm 24. Oktober 2001 kollidierten im Gotthard-Strassentunnel zwei Lastwagen frontal, die Fahrerkabinen verkeilten sich. Dabei platzte ein Tank, und die beiden Fahrzeuge fingen Feuer. Einer der Lastwagen hatte Pneus geladen. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da an der Unfallstelle dichter Rauch herrschte und die Rettungskräfte die Unfallstelle nicht erreichen konnten. Die Hitze stieg auf über 1200 Grad.Elf Personen sterben beim Unglück. In der Folge blieb der Gotthard-Strassentunnel wochenlang gesperrt, und die Sicherheitskonzepte wurden grundlegend überarbeitet. So wurde eine neue, effizientere Lüftung installiert. Zudem wurde ein Tröpfchensystem eingeführt, damit nicht zu viele Lastwagen gleichzeitig durch den Tunnel fahren. Derzeit wird durch den Gotthard eine zweite Tunnelröhre gebohrt. Zum TextPassend zum Artikel
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