Wer schon mal in einer abgelegenen Bucht in einem Schwellenland Drinks digital bezahlen konnte, dem stellen sich bei so manchem der vielen »Cash Only«-Schildern in deutschen Geschäften und Lokalen bisweilen Fragen. Fragen von Steuergerechtigkeit bis Geldwäsche. Vor allem aber dürfte er oder sie sich ärgern, wenn mangels Bargeld kein Kaffee, kein Mittagessen oder kein Spielzeug erworben werden kann.Zumindest mit Letzterem könnte es schon bald vorbei sein. Geschäfte und Restaurants sollen laut einem Medienbericht künftig zusätzlich zum Bargeld auch digitale Zahlung mit Karte oder Handy akzeptieren müssen, »Cash only«-Schilder müssen demnach verschwinden. Ein entsprechendes Vorhaben habe Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) auf den Weg gebracht, berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf entsprechende Eckpunkte des Hauses, die derzeit mit anderen Ministerien abgestimmt würden.

Gleichzeitig gibt es immer mehr Cafés und Selbstbedienungskassen im Supermarkt, wo man nicht bar zahlen kann. Das ist möglich, wenn Händler und Kunde es vorher vereinbaren. Hierzu ist es üblich, vor dem Kauf mit einem Schild darauf hinzuweisen, dass nur Kartenzahlung akzeptiert wird.Ziel des aktuellen Vorstoßes ist laut dem Agenturbericht Wahlfreiheit. Der Kunde soll entscheiden können, ob er bar oder digital – also per Karte, Handy oder Uhr bezahlt. »Wir wollen, dass Unternehmen überall dort, wo Waren und Dienstleistungen direkt vor Ort bezahlt werden, eine digitale Bezahlmöglichkeit anbieten«, heißt es in den Eckpunkten.