Ukraine: Tote bei russischem Angriff auf EinkaufszentrumBei einem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Pawlohrad sind nach Regierungsangaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Weitere 76 Menschen seien verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Oleksandr Hanja am Donnerstagabend. Bei dem Angriff seien Geschäftsräume und Fahrzeuge beschädigt worden. Der ukrainische Innenminister Iwan Wyhiwskyj schrieb im Onlinedienst Telegram, der Angriff im Stadtzentrum von Pawlohrad habe sich „am hellichten Tage“ ereignet, als die Straßen voller Menschen waren. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte: „Russland ist der Ansicht, dass unablässige Angriffe auf Zivilisten die Ukrainer zermürben und die Ukraine zu Zugeständnissen zwingen können.“In der Hauptstadt Kiew lösten russische Angriffe zudem einen Brand in einem ‌neunstöckigen Wohnhaus ‌aus. Dies teilten die städtischen Behörden über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. ​Eine unabhängige Überprüfung der ⁠Angaben ist zunächst nicht möglich. Ian LieschSelenskyj: Treffen mit Trump Ende September in New YorkDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich Ende September in New York mit US-Präsident Donald Trump treffen. „Ende September werden wir, denke ich, die Gelegenheit haben, das amerikanische Team in New York zu treffen“, sagte Selenskyj am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney in Calgary. Ende September findet in New York die Generaldebatte der UN-Vollversammlung statt.Selenskyj hatte bereits am Dienstag gesagt, er hoffe auf ein Treffen mit Trump noch in diesem Monat. Er wolle mit dem US-Präsidenten über ein Paket zur Stärkung der ukrainischen Luftabwehr sprechen, sagte der ukrainische Präsident.Die Ukraine ist auf Patriot-Raketen aus US-Produktion angewiesen, um sich gegen die massiven russischen Luftangriffe zu schützen. Kiew klagt über einen zunehmenden Mangel an den Abfangraketen, seitdem die USA im Februar den Iran-Krieg begonnen und Raketenlieferungen in die Golfregion umgeleitet hatten.Russland hatte seine Drohnen- und Raketenangriffe auf die Ukraine in den vergangenen Tagen wieder verstärkt. Wegen eines Besuchs der US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff hatte Russland die Angriffe zuvor für drei Tage eingestellt. Die beiden Sondergesandten von US-Präsident Trump waren am Wochenende nach Russland und erstmals auch in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen.Ian LieschUkraine und Kanada bauen Kooperation bei Drohnen ausKanada und die Ukraine wollen ihre Zusammenarbeit bei der Produktion von Drohnen deutlich ausbauen. „Heute haben Kanada und die Ukraine eine neue Partnerschaft besiegelt, die die kanadischen Streitkräfte mit weltweit führenden Drohnenkapazitäten ausstattet, Arbeitsplätze in ganz Kanada schafft und die Ukraine in ihrem Kampf für einen gerechten und dauerhaften Frieden unterstützt“, sagte der kanadische Premierminister Mark Carney bei einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im kanadischen Calgary.Man werde die kanadisch-ukrainische Zusammenarbeit in allen Bereichen der Drohnenproduktion ausweiten, „von kritischen Metallen und Mineralien bis hin zur technischen Entwicklung“, hieß es in einer Mitteilung. Kanada habe zudem das Ziel, innerhalb der kommenden zwei Jahre Produktionskapazitäten für „Millionen Drohnen“ zu schaffen. Laut Carney verfügt Kanada bisher insgesamt über 2.000 Drohnen.Carney sagte der Ukraine zudem Hilfen für Abfangraketen für die Luftverteidigung und die ukrainische Sicherheitsarchitektur zu. „Mit den heute angekündigten Investitionen belaufen sich Kanadas Gesamtzusagen für vielfältige Unterstützung der Ukraine seit 2022 mittlerweile auf mehr als 26 Milliarden Dollar“, hieß es von der kanadischen Regierung. Selenskyj bedankte sich, dass Kanada bereit sei, sich an der Entwicklung der europäischen Raketenabwehr Freyja zu beteiligen.Ian LieschMehrere Tote bei russischen Angriffen auf Dnipro und KiewBei russischen Angriffen auf eine Ölsaatenfabrik und eine Tankstelle ​in der Ukraine sind am Donnerstag nach Behördenangaben mehrere Menschen getötet ⁠und verletzt worden. In der südostukrainischen Stadt Dnipro starben demnach zwei Menschen bei dem Beschuss einer Anlage des US-Agrarkonzerns Bunge. In der Hauptstadt Kiew wurden bei einem ‌Angriff auf eine Tankstelle des Betreibers Ukrnafta vier Menschen verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte. Russland hat seine Luftangriffe auf die Ukraine in den vergangenen ‌Wochen verstärkt und ‌nimmt dabei zunehmend die Logistik und wirtschaftliche Ziele ins Visier.Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warf Moskau eine gezielte Kampagne vor. Dies sei „kein Zufall, sondern Teil von Moskaus systematischer ​Terrorkampagne gegen amerikanische Unternehmen und Wirtschaftsinteressen“, schrieb ⁠er auf der Plattform X. Der Chef von Ukrnafta, Bohdan Kukura, erklärte, diese Angriffe hätten kein militärisches ​Ziel. Dies sei „Terror und Einschüchterung der Zivilbevölkerung“. Bunge teilte mit, ein Teil der Anlage in ⁠Dnipro sei getroffen ‌worden. Mitarbeiter seien nicht zu Schaden gekommen.Die Ukraine hat ihrerseits Einrichtungen wie Ölraffinerien tief im ⁠russischen Landesinneren angegriffen. ​Die ⁠nun getroffene Anlage in Dnipro gehört ​zu den fünf größten Ölsaaten-Verarbeitungsbetrieben der Ukraine. Das Land ‌war vor dem Krieg der weltgrößte Exporteur von Sonnenblumenöl.Ian LieschTote nach russischem Drohnenangriff auf PawlohradBei einem russischen Drohnenangriff sind in der südostukrainischen Stadt Pawlohrad mindestens drei Menschen getötet worden. Es gebe über 30 Verletzte, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Dnipropetrowsk mit. Bei der Attacke wurden demnach mehrere Geschäfte und Autos beschädigt. Die Behörde ermittelt wegen eines möglichen Kriegsverbrechens. Der ukrainische Innenminister Ivan Vyhivskyj teilte am Donnerstag im Onlinedienst Telegram mit, der Angriff im Stadtzentrum von Pawlohrad habe sich „am hellichten Tage“ ereignet, als die Straßen voller Menschen waren. Die Stadt Pawlohrad liegt in der Region Dnipropetrowsk und ist rund 80 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Vor dem Krieg lebten dort mehr als 100.000 Menschen. Amnesty wirft Russland Zwang und Ausbeutung bei Rekrutierung von Ausländern vorRussland rekrutiert nach Angaben von Amnesty International mit Täuschung, Zwang und Ausbeutung Menschen aus dem Ausland für seine Streitkräfte und schickt sie in den Krieg gegen die Ukraine. In vielen Fällen erfülle dies den Tatbestand des Menschenhandels, sagte die Generalsekretärin der Menschenrechtsorganisation, Agnès Callamard, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Kiew. Ins Visier der russischen Anwerber geraten demnach vor allem Menschen aus einkommensschwachen Ländern des Globalen Südens.Für die Recherche nahm Amnesty nach eigenen Angaben zwischen 2024 und 2026 in zwei ukrainischen Kriegsgefangenenlagern Aussagen von Betroffenen aus Brasilien, Kolumbien, Kuba, Ägypten, Sierra Leone, Sri Lanka, Somalia und Südafrika auf. Weitere Informationen stammen demnach von Ausländern, die derzeit bei den russischen Streitkräften dienen, von Angehörigen sowie von Rechtsanwälten, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten.Die „Internationalisierung“ des Ukrainekriegs betreffe „vulnerable Bevölkerungsgruppen und Einzelpersonen auf der ganzen Welt“, sagte Callamard. „Die russische Armee füllt ihre Reihen mit ausländischen Staatsangehörigen auf, die in wirtschaftlicher Not sind, und verheizt sie als Kanonenfutter im Angriffskrieg gegen die Ukraine“, erklärte die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Julia Duchrow.Rutte lobt Deutschland für Ukraine-UnterstützungNATO-Generalsekretär Mark Rutte hat Deutschlands Führungsrolle bei der Unterstützung der Ukraine gelobt und eine „Verteidigungsdividende“ für die deutsche Wirtschaft in Aussicht gestellt. Er habe keinen Zweifel, sagte Rutte am Donnerstag im Auswärtigen Amt, dass die Investitionen in die deutsche Rüstungsindustrie zu Arbeitsplätzen und Innovation führen würden. Als erster NATO-Generalsekretär war Rutte zur jährlichen Konferenz der Leiter deutscher Auslandsvertretungen als Redner geladen. Deutschland gebe in Europa ‌am meisten für Verteidigung ‌aus, sagte er. Das Land sei ein Motor der Rüstungsproduktion. „Ihr habt bei der Verteidigung in den sechsten Gang geschaltet.“ Ein starkes Deutschland mache Europa stärker, ein stärkeres Europa mache die NATO stärker, so Rutte.Am Montag hatte Außenminister Johann Wadephul (CDU) die Konferenz seiner führenden Diplomaten im Ausland eröffnet, ungewöhnlicherweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit. In seiner Eröffnungsrede bekräftigte er, dass man fest an der Seite der Ukrainer stehe, „weil sie nicht nur ihre eigene, sondern unser aller Freiheit verteidigen“. Am Donnerstag sagte Wadephul während eines gemeinsamen Pressestatements mit Rutte, man setze die Unterstützung der Ukraine konsequent fort, „auch angesichts der aktuellen innenpolitischen Diskussion hier in Deutschland“.Ukrainische Drohnen treffen Werke tief in RusslandDie ukrainischen Spezialeinsatzkräfte haben nach eigenen Angaben einen neuen Reichweitenrekord mit Langstreckendrohnen erzielt. Den Angaben nach wurden am Mittwoch zwei Werke im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen getroffen. Diese rohstoffreiche und dünn besiedelte Verwaltungseinheit liegt im Gebiet Tjumen im hohen Norden Russlands und ist etwa doppelt so groß wie Deutschland. Die beiden getroffenen Werke zur Weiterverarbeitung von Gaskondensat liegen den Angaben nach rund 3000 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.Ukrainische Drohnen dringen inzwischen immer tiefer in russisches Gebiet vor. Sogenannte „Deepstrike-Drohnen“ werden permanent weiterentwickelt, um vermeintlich sichere Regionen im Osten Russlands erreichen zu können. Ziel derartiger Angriffe ist die Schwächung der russischen Wirtschaft, die auf den Export von Rohstoffen angewiesen ist. In diesem Zusammenhang spricht Kiew von „weitreichenden kinetischen Sanktionen“. Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte den Beitrag der Spezialeinsatzkräfte auf seinem eigenen Kanal und äußerte, jeder solche Schlag hindere Russlands daran, Schritte in Richtung Diplomatie weiter herauszuzögern. Selenskyj berichtet von mehreren Angriffen gegen RusslandDie Ukraine hat nach eigenen Angaben abermals mehrere Ziele in Russland angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in sozialen Medien von Angriffen auf acht Infrastrukturobjekte, die dem Krieg dienten. Getroffen worden sei eine Ölraffinerie im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen und ein Handelshafen in der russischen Teilrepublik Dagestan. Angegriffen wurden demnach auch Anlagen in den Regionen Moskau, Woronesch, Astrachan und Brjansk, schrieb Selenskyj, ohne Details zu nennen.Im Gebiet Woronesch wurde nach Angaben von Gouverneur Alexander Gussew eine Frau bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Stadt Borissoglebsk getötet. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Über der Region seien 19 ukrainische Drohnen abgewehrt worden. Dagestans kommissarischer Republikchef, Fjodor Schtschukin, teilte mit, dass herabstürzende Drohnentrümmer Feuer in der Hafeninfrastruktur und einem Theater in Machatschkala ausgelöst hätten. Verletzte gebe es nicht.Unterdessen sind durch russischen Beschuss in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk mindestens 16 Menschen verletzt worden. Viermal sei die frontnahe Stadt beschossen worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit. Einschläge hat es demnach in einem Wohngebiet und in der Nähe von Schulen gegeben. Filaschkin forderte die verbliebenen Einwohner abermals zur Flucht auf. Die Frontlinie ist nur etwas mehr als zwölf Kilometer von Kramatorsk entfernt. Uli PutzRussland: Acht Verletzte nach Angriff mit Marinedrohnen in SotschiBei einem Angriff mit Marinedrohnen auf den russischen Schwarzmeer-Badeort Sotschi sind nach Behördenangaben acht Menschen verletzt worden. Die Strandinfrastruktur ‌sei nach dem Angriff teilweise beschädigt, teilen die Behörden der Region Krasnodar über den Messengerdienst Telegram mit. Ein von der Nachrichtenagentur Reuters ‌verifiziertes Video ‌in den sozialen Medien zeigt Schüsse und eine Explosion an einer Uferpromenade. In Sotschi befindet sich eine offizielle Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin. ​Angriffe der Ukraine mit Marinedrohnen ⁠sind im Vergleich zu Attacken aus der Luft eher selten.Uli PutzUkraine meldet zwei Tote bei russischem Drohnenangriff auf Einkaufszentrum in SumyBei einem russischen ‌Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der nordukrainischen Stadt Sumy sind nach Angaben des ‌regionalen Gouverneurs ‌zwei Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Vier der Verletzten seien ​in einem ernsten Zustand, ⁠teilt Gouverneur Oleh Hryhorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Unter ​den Verletzten seien auch drei Teenager. ⁠Auf Fotos, die ‌der Gouverneur im Internet veröffentlichte, sind ein schwer beschädigtes Gebäude und verstreute ⁠Trümmer zu sehen. ⁠Laut dem Gouverneur sind die Rettungskräfte ⁠weiter ​im ⁠Einsatz. Die an Russland ​grenzende Region ist immer wieder ‌Ziel schwerer Angriffe. Moskau will dort nach ​eigenen Angaben eine ​Pufferzone einrichten.Uli PutzNorwegischer Regierungschef: Selenskyjs Flugzeug nur knapp von Drohne verfehlt – Kiew: „Übertrieben“Ein Flugzeug mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Bord ist nach norwegischen Angaben in Moldau beinahe von einer Drohne getroffen worden. Der Vorfall habe sich beim Start der Maschine in Moldau ereignet, sagte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Störe am Mittwochabend dem Rundfunksender NRK. „Das ist die Realität, in der er lebt“, sagte Gahr Störe zu der mutmaßlichen Gefährdung Selenskyjs bei dem Flug. Weitere Angaben machte er nicht. Angaben aus der Ukraine und aus Moldau relativierten die Darstellung des Norwegers. Aus dem Umfeld des ukrainischen Präsidenten verlautete, es sei „übertrieben“, dass Selenskyj einem Risiko ausgesetzt gewesen wäre. Als eine russische Drohne in den Luftraum von Moldau und Rumänien eingedrungen sei, sei in Moldau ein Alarm ausgelöst worden.Der moldauische Regierungssprecher Dumitru Ciorici erklärte, Moldau habe seinen Luftraum am Dienstagnachmittag kurz nach 16.30 Uhr geschlossen, nachdem eine aus der Ukraine kommende russische Drohne eingedrungen sei. Nach 17.20 Uhr hätten die Behörden bestätigt, dass die Drohne abgestürzt und in etwa 160 Kilometer Entfernung vom internationalen Flughafen Chișinău explodiert sei. Die Flugbeschränkungen seien daraufhin aufgehoben worden, und das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten sei später als geplant gestartet.Selenskyj war am Dienstagabend in der norwegischen Hauptstadt Oslo eingetroffen, wo er am Mittwoch an der Beerdigung von König Harald V. teilnahm. Am Vorabend hatte er mit Gahr Störe, Finanzminister Jens Stoltenberg und Außenminister Espen Barth Eide unter anderem über norwegische Militärhilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gesprochen. Nach der Beerdigung reiste Selenskyj laut Gahr Störe nach Kanada weiter.Hannah SturmMerz sieht kaum russische Bereitschaft für Verhandlungen mit der UkraineBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht auf russischer Seite derzeit kaum echte Bereitschaft, Verhandlungen mit der Ukraine über eine Friedenslösung aufzunehmen. „Wir haben im Augenblick wenig Anzeichen dafür, dass die russische Regierung, der russische Präsident bereit ist, in ernsthafte Gespräche über ein Ende des Krieges einzutreten“, sagte Merz nach einem Gespräch mit EU-Ratspräsident António Costa in Berlin.Die Bundesregierung sei weiter mit allen Mitteln bemüht, eine diplomatische Lösung herbeizuführen. Aber solange sich die russische Seite verschließe, gebe es derzeit wenig Chancen. Peskow: Treffen von Trump, Putin und Xi geplant Am Rande eines Wirtschaftsgipfels in China könnte es im November zu einem Dreiertreffen zwischen US-Präsident Donald Trump, Kremlchef Wladimir Putin und Chinas Staatspräsident Xi Jinping kommen. Trump und Putin hätten bei einem Telefonat am Dienstag über die Möglichkeit eines solchen Dreiergipfels gesprochen, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow am Mittwoch. „Diese potentielle Möglichkeit ist schon früher erwähnt worden, und es wird eine solche Gelegenheit geben“, fügte er hinzu.Der diesjährige Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) findet am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen statt. Während Russland eine Teilnahme Putins bereits bestätigt hat, hat sich das Weiße Haus zu einer Reise von Trump nach China noch nicht geäußert.Im Ringen um ein Ende des Kriegs in der Ukraine laufen derzeit Gespräche zwischen Washington und Moskau. Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner reisten dazu am vergangenen Wochenende nach Moskau sowie nach Kiew. Ein Durchbruch ist bisher noch nicht in Sicht.Koalition setzt Grünen-Antrag zu russischer Schattenflotte ab Nachdem die Bundesregierung härtere Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte angekündigt hat, wurde am Mittwoch im Auswärtigen Ausschuss eine Abstimmung zu einem Antrag der Grünen dazu mit der Mehrheit der Koalition abgesetzt. „Es passt nicht zusammen, dass die Bundesregierung einen härteren Kurs gegen Russlands Schattenflotte ankündigt, die Koalition konkrete Maßnahmen dazu aber nicht einmal beraten will“, sagte die außenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Deborah Düring, der F.A.Z. Man habe „einen umfassenden Antrag zur Bekämpfung der russischen Schattenflotte in den Bundestag eingebracht“, sagte sie. Russland finanziere mit der Schattenflotte seinen Krieg gegen die Ukraine, gleichzeitig greife Russland Deutschland mit Sabotage und hybriden Angriffen an. „Die Bedrohung durch Russland ist nicht erst seit Leipzig real“, sagte Düring. Aus der Union wurde darauf verwiesen, dass es sich um einen üblichen Vorgang im Ausschuss handelt. Ähnlich war in der letzten Legislaturperiode auch die Ampelkoalition mit Anträgen der Union verfahren.Anfang vergangener Woche hatte die Bundesregierung die Verantwortung für den Drohnen-Anschlag auf den Leipziger Flughafen Russland zugeschrieben und Konsequenzen angekündigt. Gegen Russland und seine Schattenflotte solle härter vorgegangen werden. Konkrete Maßnahmen dazu wurden allerdings nicht verkündet, zunächst wollte man sich mit den Partnern in der EU dazu absprechen. Die EU hat bislang nur 673 verdächtige Schiffe auf Sanktionslisten gesetzt, die tatsächliche Zahl der Flotte wird deutlich größer geschätzt. Während einzelne Staaten in der EU zunehmend robust vorgehen gegen vereinzelte Schiffe, blieb Deutschland zurückhaltender.Der Antrag der Grünen stammt aus dem April, darin hatten die Grünen auch „erhebliche Defizite bei der Durchsetzung geltenden Rechts und verhängter Sanktionen“ beklagt beim Vorgehen gegen die Schattenflotte. Sie forderten von der Bundesregierung unter anderem, der Bundespolizei, der Marine, dem Zoll und allen anderen beteiligten Sicherheitsbehörden „einen klaren Auftrag zu erteilen, die Kontrolle von verdächtigen Schiffen der russischen Schattenflotte – auch an Bord dieser Schiffe – zu intensivieren“. Verdächtige Schiffen sollten „bei Bedarf“ festgesetzt werden, „ggfs. auch in Kooperation mit unseren NATO-Partnern“.Mehr ladenTickarooLive Blog Software