CSU-Agrarminister Rainer plant Kürzungen für Ökolandbau und tiergerechtere Ställe. Mehr Geld gibt es dagegen für die Sozialversicherung der Bauern.
Sauerei: weniger Geld für tierfreundlichere Ställe
Friso Gentsch/dpa
Das Bundesagrarministerium hat in seinem Haushaltsentwurf für 2027 die Mittel beispielsweise für Ökolandbau, Biodiversität und mehr Tierschutz gekürzt. Um 42 Prozent auf 148 Millionen Euro sollen demnach die Mittel für das Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung reduziert werden. Zudem will der Bund den Ländern nur noch rund 606,3 Millionen Euro etwa für Zuschüsse an Biobauern oder Landwirte erstatten, die Blühstreifen anlegen. Das sind 8 Prozent weniger als im Haushaltsjahr 2026.
Die Zuschüsse für die eigenständige Kranken-, Renten- und Unfallversicherung der Landwirte dagegen steigen um 3 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Diese Sondersysteme der Sozialversicherung für die Branche schlucken damit mittlerweile mehr als 60 Prozent des gesamten Agraretats. Er ist mit insgesamt 6,97 Milliarden Euro veranschlagt, etwa 20 Millionen weniger als derzeit. Die Agrarsubventionen der Europäischen Union und andere Vergünstigungen wie die ermäßigte Energiesteuer auf Diesel für landwirtschaftliche Maschinen („Agrardiesel“) kommen dazu und aus anderen Quellen.






