Bei den Volksbanken zeichnet sich ein Machtwechsel ab: Die Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, strebt nach Ablauf ihrer Amtszeit im Dezember 2027 keine dritte Amtszeit an, wie der Verband am Donnerstag mitteilte. Nach nahezu zehn Jahren an der Spitze des BVR habe sie sich entschieden, nach dem Ende der laufenden Amtsperiode „ein neues berufliches Kapitel aufzuschlagen“, teilte die 56-Jährige mit, die seit 2018 und als erste Frau dem BVR vorsteht.Die Ankündigung kommt überraschend früh, ihr sei es aber wichtig gewesen, den Verwaltungsrat bereits jetzt über die Entscheidung zu informieren, hieß es in der Mitteilung. Damit habe der Verwaltungsrat des Verbandes ausreichend Zeit, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger auszuwählen und einen geordneten Übergang vorzubereiten. Das Gremium bedauere die Entscheidung, sagte Wolfgang Altmüller, Vorsitzender des BVR-Verwaltungsrats und zugleich Vorstandschef der Volksbank in Rosenheim. Kolak habe den Verband hocherfolgreich geführt.Zuletzt gab es allerdings mehrere Fälle, in denen Genossenschaftsbanken gestützt werden mussten. Das dürfte die Finanzgruppe in der Summe mit rund einer Milliarde Euro belasten. Unter Kolaks Führung hatte der BVR daraufhin ein Maßnahmenpaket verabschiedet, um das Risiko von weiteren Skandalen zu begrenzen.
Marija Kolak kündigt Rückzug an: Volksbanken suchen neue Führung
Seit fast zehn Jahren führt eine Frau die Volksbanken. Nun hat Marija Kolak überraschend früh ihren Rückzug angekündigt.






