In einem aktuellen Blog-Beitrag meldet Anthropic einen weiteren Hacking-Vorfall, der sich im Januar mit einer Vorabversion von Claude Opus 4.6 ereignet haben soll. Es ist der vierte Vorfall dieser Art.

Schon im Juli hatte das Unternehmen offengelegt, dass seine Modelle bei Tests in die Systeme dreier Firmen eingedrungen waren. Anthropic hatte die Vorfälle nach der Überprüfung von 141.000 Testläufen entdeckt. Bei der ersten Durchsicht seien einige Testsitzungen aber übersehen worden, deren nachträgliche Auswertung im vergangenen Monat zur Entdeckung des vierten Vorfalls geführt habe.

Anthropic gibt weiteren Vorfall bekannt

Eigentlich hatten sich die betreffenden KI-Modelle in einer isolierten Testumgebung befunden. Trotzdem gelang es ihnen, sich unerlaubt Zugang zum Internet zu verschaffen. Laut Anthropic lag die Ursache in einer Fehlkonfiguration: Den Modellen wurde gesagt, sie hätten keinen Internetzugang, tatsächlich waren sie aber mit dem offenen Internet verbunden. Laut einem früheren Bericht griffen die Modelle reale Ziele an, da sie diese fälschlicherweise für Teil der Simulation gehalten hätten. Gleichzeitig stellte Anthropic fest, dass Claude Mythos 5 ein bösartiges Software-Paket auf PyPI hochgeladen hat – obwohl deutliche Hinweise auf ein reales System vorhanden waren.