Ein Bündnis kritisiert vor der Bauministerkonferenz die hohen Emissionen in der Baubranche. Alternativen zu Neubauten sind möglich und nötig.
Abrissarbeiten unweit des Kölner Doms im Jahr 2022
Christoph Hardt/imago
Diese Zahl illustriert die ganze Dimension: Die Baubranche verursacht weltweit doppelt so viele Treibhausgase wie ganz Afrika. Dort leben mehr als 1,5 Milliarden Menschen, die mit ihrer Ernährung, ihrer Kleidung, ihrer Mobilität, ihrem Leben nur halb so viel Kohlendioxid zu verantworten haben wie der jährliche Neubau von Straßen, Wolkenkratzern, Tunneln, Shoppingmalls und Co.
„Um die Bauwende endlich praktisch umzusetzen, fordern wir einen Abriss-Stopp“, erklärt Corinna Tell von der „Anti-Abriss-Allianz“, einem Bündnis aus Architektur, Stadtplanung, Verwaltung und Forschung. An diesem Donnerstag ist Tell mit anderen Aktivist:innen vor das Rote Rathaus in Berlin gezogen, um von der Politik eine „Umbauordnung, die Erhalt vor Neubau stellt“, zu fordern.






