Wer dieser Tage in die Trump-USA schaut, fühlt sich mal wieder an Franz Kafka erinnert. In dessen zwischen 1912 und 1914 entstandenem Romanfragment Amerika zieht an einer Stelle eine Art populistische Prozession durch jene großstädtischen Straßenschluchten, in die es Kafkas Protagonisten, den jungen Auswanderer Karl Roßmann, verschlagen hat. Aufgrund einer anstehenden Richterwahl trommelt ein Kandidat buchstäblich um Stimmen. Eine Band spielt auf, Lampions werden geschwenkt, Plakate hochgehalten und vor allem: sehr viel Freibier ausgeschenkt. Diese Wahlkampfveranstaltung gleicht einem Wanderzirkus, in dem die tollsten Ankündigungen gemacht werden. Man ahnt freilich, dass es sich hier, wie es ein paar Seiten später bei Kafka heißt, um einen der vielen »Schwindeldoktoren« im Land handelt.
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Was verspricht Donald Trump den US-Wählern vor den Kongresswahlen?












