Prozess in Frankfurt : MMA-Kämpfer wegen versuchten Totschlags vor Gericht10.09.2026, 14:49Lesezeit: 2 Min.Der Prozess gegen die beiden MMA-Kämpfer findet vor dem Landgericht Frankfurt statt.dpaNach einer brutalen Attacke schweigen zwei MMA-Kämpfer vor dem Frankfurter Landgericht. Das Gericht prüft, ob es sich bei ihrer Prügelei auch um versuchten Mord handeln könnte.Am Frankfurter Landgericht hat am Donnerstag ein Prozess gegen zwei Mixed-Martial-Arts-Kämpfer wegen versuchten Totschlags begonnen. Sie sollen mehrere Männer mit heftigen Schlägen und Tritten schwer verletzt haben. Bei Mixed Martial Arts (MMA) handelt es sich um eine Vollkontakt-Kampfsportart, in der geschlagen und getreten wird. Der 36 Jahre alte Angeklagte ist als MMA-Profi tätig, der 29 Jahre alte Angeklagte betreibt den Sport semiprofessionell. Beide äußerten sie sich zunächst nicht zu den Vorwürfen der Anklage. Einlassungen seien für einen späteren Zeitpunkt geplant, sagten ihre Verteidiger.Bei einer Auseinandersetzung in der Silvesternacht 2025 soll der Neunundzwanzigjährige von Unbekannten mit Pfefferspray besprüht worden sein. Später kontaktierte er den mutmaßlichen Täter und forderte ihn zu einem Treffen Anfang Januar auf einen Parkplatz auf, um eine Entschuldigung zu erhalten. Der Mann erschien laut Anklage mit seinem Onkel. Dort sollen beide von den Angeklagten und sechs bis sieben weiteren bislang unbekannten Tätern zusammengeschlagen und getreten worden sein. Die Angeklagten gingen dabei laut Staatsanwaltschaft „in MMA-Kampfmanier“ vor.Dem 36 Jahre alten MMA-Profi wird in der Anklage zudem vorgeworfen, im Oktober 2024 in einer Bar aus unbekannten Gründen einen Gast in einen Hinterraum gezerrt und dort zusammen mit einem weiteren Mann mit Schlägen und Tritten auch gegen den Kopf misshandelt zu haben. Einen Zeugen, der eingreifen wollte, soll er ebenfalls bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen und getreten haben. Eines der Opfer erlitt unter anderem eine Hirnblutung, das andere mehrere Kieferbrüche.Laut einem Hinweis des Gerichts könnte auch eine Verurteilung wegen versuchten Mordes aus niedrigen Beweggründen infrage kommen. Die Staatsanwaltschaft geht in ihrer Anklage von einem versuchten Totschlag aus, die Männer hätten tödliche Verletzungen in Kauf genommen.Nach der bisherigen Planung soll bis Ende November verhandelt werden. Beide Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft.