In weniger als vier Monaten sollen die Deutschen ihre Daten und Nachweise in einer digitalen Brieftasche auf ihrem Mobiltelefon hinterlegen können. Bei einer Veranstaltung im Digitalministerium in Berlin gab Minister Karsten Wildberger (CDU) nun den neuen Namen für das Vorhaben bekannt: D-You soll das Projekt nun heißen.

Es sei für das Projekt sehr, sehr wichtig, so Wildberger, dass die Bürger die Kontrolle hätten. Und dafür sei die Transparenz darüber, wer wann welche Daten abrufen würde, besonders wichtig.

Für den Start der Wallet, aber auch im Anschluss, hofft der Minister auf „zahlreiche Use Cases“. Die sollen zum einen von staatlichen Stellen kommen – denn ein Teil des Nutzens der Wallet soll unter anderem dadurch zustande kommen, dass digitale Nachweise der öffentlichen Hand in der Wallet hinterlegt werden können. Das können vom Angelschein über den Führerschein bis zur Waffenbesitzkarte und zum Schulzeugnis verschiedene Dokumente sein. Allerdings sind für unterschiedliche Nachweise auch jeweils unterschiedliche Verwaltungsentitäten zuständig, die wenigsten davon kommen vom Bund. Und selbst dort gibt es bei einigen Ministerien keinerlei Hektik, die dort verwalteten Nachweise in die Wallet zu bringen. Derzeit fehlen einerseits auf europäischer Ebene noch technische Spezifikationen, andererseits auf nationaler Ebene konkrete Umsetzungsschritte. Die Verzögerungen im Betriebsablauf werden inzwischen als „Phasen“ bezeichnet.