Dreifachtorschütze Ermedin Demirovic hat dem VfB Stuttgart den erhofften Traumstart in die neue Champions-League-Saison beschert. Der Stürmer traf beim 3:1 (3:1) gegen Viking Stavanger schon vor der Pause dreimal und ebnete dem Fußball-Bundesligisten so den Weg zum ersten Sieg in der Ligaphase. Deniz Undav blieb auch im vierten Pflichtspiel der Saison ohne Tor, glänzte gegen den norwegischen Meister aber als doppelter Vorbereiter.Demirovic erzielte seine Tore beim verdienten Erfolg der Schwaben in der 20., 26. und 32. Minute. Der frühere Fürther Zlatko Tripic (22.) hatte vor 57 500 Zuschauern für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste gesorgt.588 Tage lag der bislang letzte Champions-League-Auftritt der Stuttgarter zurück. Damals hatten sie 1:4 gegen den späteren Sieger Paris Saint-Germain verloren – und den Einzug in die K.o.-Phase verpasst. Nun, im zweiten Anlauf unter Trainer Sebastian Hoeneß, soll es für die Schwaben im wichtigsten Klubwettbewerb Europas weiter gehen als noch vor zwei Jahren. Den Anfang hat der VfB an seinem 133. Geburtstag schon mal gemacht. Beide Teams spielten zu Ehren der Flutopfer von Nepal und des erst wenige Stunden vor dem Anpfiff in Oslo beigesetzten norwegischen Königs Harald V. mit Trauerflor. Das langjährige Staatsoberhaupt der Skandinavier war am 28. August im Alter von 89 Jahren gestorben.Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Tripic, einst Zweitliga-Profi bei Greuther FürthDie Stuttgarter hatten von Beginn an viel Ballbesitz, zunächst fehlte ihrem Spiel aber jegliche Schärfe. Stavanger, das erstmals seit mehr als 30 Jahren wieder in der Königsklasse mitmischt, wirkte in der Anfangsphase sogar gefährlicher. Doch dann schlug Demirovic zu – und wie. Innerhalb von zwölf Minuten war der Nationalspieler Bosnien-Herzegowinas gleich dreimal zur Stelle. Zweimal war er zudem mit dem Aluminium im Bunde – und zweimal Undav sein Vorlagengeber. Zunächst traf Demirovic nach einem feinen Spielzug über Chris Führich und Angelo Stiller sowie mithilfe der Unterkante der Latte zum 1:0. Kurz später setzte Kapitän Undav den 28-Jährigen mit einem herrlichen Pass in Szene, der stramme Schuss von Demirovic flog an den Querbalken und von dort ins Netz.Auch beim dritten Tor des Angreifers, der diesmal anstelle von Neuzugang Dzenan Pejcinovic beginnen durfte, leistete Undav mit einem halbhohen Ball die Vorarbeit. Viking-Keeper Arild Östbö sah beim Abschluss von Demirovic alles andere als gut aus.Unterbrochen wurde die Demirovic-Show lediglich vom zwischenzeitlichen 1:1 durch Tripic. Der Kapitän der Norweger, einst Zweitliga-Profi bei Greuther Fürth, profitierte von einem Patzer in der VfB-Defensive. Die stand ohnehin nicht immer sicher, ein Topteam hätte das womöglich besser zu nutzen gewusst.Fünf der sechs Treffer von Paris gegen Bratislava erzielten diese beiden: Ferran Torres (rechts) und Ousmane Dembélé.Franck Fife/AFPTitelverteidiger Paris Saint-Germain hat sich derweil in der Champions League den Ligafrust von der Seele geschossen, ebenfalls dank eines Dreifachtorschützen. Angeführt vom neuen Traumduo Ousmane Dembélé und Ferran Torres gewann der kriselnde französische Doublesieger zum Auftakt der Ligaphase mit 6:1 (3:0) gegen Slovan Bratislava. PSG spielte nach dem krachenden Fehlstart in der Ligue 1 (zwei Remis, eine Niederlage) mit ordentlich Wut im Bauch. Der noch amtierende Weltfußballer Dembélé überragte mit zwei Treffern (17./23.) und zwei Vorlagen für den spanischen WM-Finalhelden und furiosen Dreierpacker Ferran Torres (31./47./57.), zudem traf Fabian Ruiz (87.). Bei den Slowaken avancierte Yaya Touré zum ersten afrikanischen Trainer der Königsklassen-Geschichte, Suleiman Camara erzielte den Ehrentreffer (58.).Auch Nationalspieler Florian Wirtz und der FC Liverpool feierten mit dem 2:1 (1:1) gegen Atlético Madrid einen Start nach Maß, Vorjahresfinalist FC Arsenal um Joker Kai Havertz mühte sich zu einem 1:0 (0:0) bei der SSC Neapel.Galatasaray Istanbul mit dem langjährigen Nationalspieler Leroy Sané verlor beim letztjährigen Viertelfinalisten Sporting Lissabon mit 1:3 (1:1). Zuvor hatte bereits der FC Barcelona einen Start nach Maß hingelegt. Die Katalanen von Trainer Hansi Flick besiegten Feyenoord Rotterdam mit 5:1 (2:0), der ehemalige Dortmunder Karim Adeyemi traf dabei traumhaft.