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Kraftwerke: Energiekonzern Leag sucht für jeden Standort neue Chancen Leag bewirbt sich mit neuen Gaskraftwerken für die Zeit nach dem Kohleausstieg – auch in der Lausitz. Später sollen sie Wasserstoff nutzen.

Der Blick auf das Kohlekraftwerk Jaenschwalde des Lausitzer Energieunternehmens LEAG. Foto: IMAGO/Andreas FrankeDer Energiekonzern Leag will bei der Ausschreibung für neue Kraftwerke für jeden Braunkohle-Standort eine Zukunftslösung erreichen. Der Bau neuer Kraftwerke sei das notwendige technologische Back-up, um eine Kombination aus erneuerbaren Energien mit Batteriespeichern intelligent zu ergänzen, teilte Leag-Vorstandschef Adi Roesch mit. „Deshalb haben wir uns mit mehreren Projekten und Standorten in der Lausitz, Mittel- und Süddeutschland beworben.“Die Leag will neue Gaskraftwerke bauen, die später auf Wasserstoffkraftwerke umgerüstet werden können, um nach dem Kohleausstieg eine Perspektive zu geben. Sie hat vier Braunkohlekraftwerke in Brandenburg und Sachsen sowie weitere Standorte, unter anderem das Gaskraftwerk Leipheim bei Ulm in Baden-Württemberg.Leag-Chef: Lösung für jeden Kraftwerksstandort gesuchtVorstandschef Roesch sagte, mit den Plänen würden die Chancen des sogenannten Kraftwerksgesetzes umfassend genutzt, um für jeden Kraftwerksstandort nach Anschlusslösungen zu suchen. Dabei geht es um Jänschwalde und Schwarze Pumpe in Brandenburg sowie Boxberg und Lippendorf in Sachsen.Bundesnetzagentur Großes Interesse an Ausschreibung für neue Gaskraftwerke Mit dem Gesetz zur Strom-Versorgungssicherheit sollen neue Kraftwerke entstehen. Zwei Ausschreibungen sind für dieses Jahr geplant. Die erste Gebotsrunde der Ausschreibung wurde gerade abgeschlossen, die Bundesnetzagentur bewertet nun die Projekte. Die Anlagen sollen über einen längeren Zeitraum gesichert Strom bereitstellen, um laut Netzagentur längere Phasen ohne Erzeugung aus erneuerbaren Energien oder ohne Stromimporte abzusichern.„Südbonus“ stieß auf KritikDer Entwurf des Gesetzes sorgte für Kritik, weil zwei Drittel der neuen Kapazitäten an Gaskraftwerken im Süden entstehen sollten – dafür sollte es einen „Südbonus“ geben. Anbieter wie die Leag, aber auch Politiker forderten Änderungen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ging auf den Norden und Osten zu, der „Südbonus“ soll nicht gleich greifen.Der Kohleausstieg legt fest, wann die Kraftwerke abgeschaltet werden. Ende 2028 wird das Kraftwerk Jänschwalde komplett stillgelegt. Zum Jahresende 2029 folgen laut Leag die beiden 500-Megawatt-Blöcke in Boxberg. Das Kraftwerk Lippendorf ist 2035 zur Stilllegung vorgesehen, Schwarze Pumpe und die verbliebenen Boxberger Blöcke Ende 2038. dpa-AFX Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick