Immer mehr Öltanker aus Russlands sogenannter Schattenflotte wählen offenbar eine Route durch deutsche Gewässer vor Rügen. Laut Greenpeace nutzte im vergleichbaren Vorjahreszeitraum kein einziges dieser Schiffe die Strecke. In diesem Frühjahr waren es bereits Dutzende. Die Bundesregierung will nun den Druck erhöhen und nennt Einfahrtverbote in deutsche Hoheitsgewässer als Teil ihres Maßnahmenpakets. Das teilt das Bundesinnenministerium (BMI) auf Anfrage der Berliner Zeitung mit.Zuvor hatte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel (SPD) ein entschiedeneres Vorgehen des Bundes gefordert. „Wenn die Bundesregierung verschärfte Maßnahmen plant, sollten insbesondere die besonders maroden und nur einwandigen Öltanker zuallererst in den Blick genommen werden“, sagte Pegel der Ostsee-Zeitung (OZ). Ein Unglück mit diesen Schiffen hätte „verheerende Folgen für Natur und Tourismus im Ostseeraum“, so der SPD-Politiker.
Innenministerium hält Kontrollzahlen unter Verschluss
Wie viele Schiffe der Schattenflotte die Bundespolizei seit Jahresbeginn kontrolliert hat und bei wie vielen Unregelmäßigkeiten festgestellt wurden, lässt das BMI auf Anfrage unbeantwortet. „Zu operativen Details können aus einsatztaktischen Gründen keine weiteren Angaben gemacht werden“, erklärt ein Sprecher.








