PfadnavigationHomePolitikDeutschlandIslamismusAnklage gegen Syrer nach Messerangriff am Berliner Holocaust-MahnmalStand: 13:10 UhrMai 2026: Polizisten bringen den Verdächtigen zu einer HaftrichtervorführungQuelle: Uli Deck/dpaNach der islamistisch motivierten Messerattacke auf einen spanischen Touristen am Holocaust-Mahnmal erhebt die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen mutmaßlichen Helfer. Dem Syrer wird Beihilfe zum versuchten Mord vorgeworfen.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenDie Bundesanwaltschaft hat wegen des Anschlages am Holocaust-Mahnmal in Berlin, bei dem ein spanischer Tourist mit einem Messer attackiert und lebensbedrohlich verletzt worden war, Anklage gegen einen Syrer erhoben.Dem Mann, der Gehilfe des schon verurteilten Haupttäters gewesen sein soll, werde Beihilfe zum versuchten Mord und zur gefährlichen Körperverletzung vorgeworfen, teilte die oberste deutsche Anklagebehörde in Karlsruhe mit.Er soll unmittelbar vor der Messerattacke am 21. Februar 2025 mit dem Haupttäter in Kontakt gewesen sein. Mit ihm habe er den Nachmittag vor der Tat verbracht und ihn ermutigt, sein Vorhaben umzusetzen, so die Bundesanwaltschaft. Er befindet sich seit Ende Mai in Untersuchungshaft, nachdem er zuvor in Berlin gefasst worden war. Die Anklage wurde beim Kammergericht in Berlin erhoben.Der ebenfalls aus Syrien stammende Haupttäter war im März vom Kammergericht in Berlin unter anderem wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Das Kammergericht der Hauptstadt wertete die Tat als radikal-islamistisch und antisemitisch. Es sprach den 20-jährigen Syrer auch wegen der versuchten Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland schuldig. Das Urteil gegen den IS-Anhänger ist nicht rechtskräftig.dpa/jm