In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden in Deutschland 4,5 Prozent mehr Strom produziert als ein Jahr zuvor, besonders zugelegt haben dabei einmal mehr die erneuerbaren Energieträger (plus 6,5 Prozent), aber auch die Erzeugung aus konventionellen Quellen stieg leicht an (plus 1,7 Prozent). Das hat das Statistische Bundesamt jetzt öffentlich gemacht und erklärt, dass der Anteil der Erneuerbaren am inländisch produzierten Strom dadurch leicht auf 59,1 Prozent gestiegen ist. An erster Stelle der Energieträger stand weiterhin die Windkraft, vor Kohle, Photovoltaik und Erdgas. Deutlich gesunken ist demnach der Importüberschuss, weil die importierte Strommenge um 8,7 Prozent zurückgegangen und der Export um 14,9 Prozent gestiegen ist.

Vorsprung der Erneuerbaren wächst

Unter den Energieträgern ist die Windenergie laut den Zahlen besonders stark angestiegen (plus 12,3 Prozent auf 67,7 Milliarden Kilowattstunden), das liegt aber auch an dem außergewöhnlich windarmen ersten Quartal des Vorjahres, im langfristigen Vergleich war die Stromerzeugung durchschnittlich, schreibt die Statistikbehörde. Zugelegt haben zudem auch die Photovoltaik und Erdgas, die in Kohlekraftwerken erzeugte Strommenge ging nur leicht um 0,5 Prozent zurück. Weil insgesamt merklich mehr Strom eingespeist wurde, hat eine Zunahme bei der erzeugten Menge in absoluten Zahlen aber nicht automatisch auch zu einem höheren Anteil geführt: Wie schon in den Vorjahren haben konventionelle Energieträge hier gegenüber den Erneuerbaren an Boden verloren.