Die Kinderserie „Biene Maja“ feiert ihr 50. Jubiläum. Trotz Nazi-Vergangenheit des Schöpfers ist die Biene bis heute eine der bekanntesten Kindheitshelden. Warum?

V or 50 Jahren gab es noch kein Bienensterben. Im Gegenteil: Von Verlusten durch die miese Tracheenmilbe mal abgesehen, lebten Honigbienen länger und summten auf größeren Blühflächen herum. Und nicht nur das: Die Bienen bekamen gar eine Heldin vor die Fühler gesetzt, deren Strahlkraft bis heute andauert: Am 9. September 1976 lief im ZDF die erste Folge der Trickfilmserie „Biene Maja“.

In der Episode „Maja wird geboren“ reißen Babybienchen ihre Honigwabenwände ein und finden sich verdutzt in den Armen von juchzenden Bienenammen wieder. Nur eine Wabe bleibt vorerst geschlossen: „Ist hier niemand? Und aufgehen tut’s hier auch nicht … na das fängt ja gut an!“, hört man eine Kinderstimme klagen.

Die Protagonistin braucht wohl eine Extraeinladung: Fräulein Kassandra, eine Erzieherinnenbiene, holt sie in den Schwarm und wird als Dankeschön von Maja mit Fragen bombardiert. „Warum hast du mich Maja genannt? Wieso sammeln sich Bienen zum Schwarm? Wieso erklärst du’s mir nicht?“ und, bereits vorwurfsvoll: „Wie soll ich denn fürs Leben etwas lernen, wenn mir keiner was erklärt?!!“