Schock, Trost, Widerstand: Nach dem AfD-Wahlsieg fühlen sich Menschen in Sachsen-Anhalt verängstigt oder bedroht – und antworten mit noch mehr Gemeinschaft.

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ettina Schlauraff, Regionalbischöfin, Magdeburg

Die ersten Reaktionen aus den Gemeinden sind vor allem: Schreck und Traurigkeit. Viele sind auch wütend oder haben Angst. Da war viel Trostspenden und Mutmachen nötig am Montag. Es gab dann aber auch gleich das Gefühl: Wir werden weiter an der Seite derjenigen stehen, die uns nun erst recht brauchen könnten. Wir werden weiter die Stimme erheben für Menschen, die von Diskriminierung durch die AfD betroffen sind. Wir werden schauen: Wo braucht es uns als Safe Space? Auf Social Media genauso wie vor Ort in den Gemeinden.

Ich lebe unfassbar gerne hier in Sachsen-Anhalt. Das macht die Sache auch so kompliziert. Das sind ja keine fiesen Typen, über die jetzt berichtet wird, sondern das sind auch Nach­ba­r*in­nen oder Be­su­che­r*in­nen unserer Kirchenkonzerte auf den Dörfern. Das macht den Dialog natürlich nicht einfacher. Wir dürfen uns aber nicht scheuen, diese Widersprüche auszuhalten. Wir dürfen nicht aufhören zu fragen: Was ist los mit dir?