Manchmal könnten zeitliche Zufälle nicht besser fallen. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) und Energieminister Dirk Panter (SPD) hatten die Presse geladen, um ihre Pläne für den Schutz der Infrastruktur im Freistaat zu präsentieren. Denn das ist – im Gegensatz zum Schutz der Flughäfen vor Drohnen-Angriffen – ihre Aufgabe.Da erreicht die Minister die Nachricht, ein 48-Jähriger sei bei einem Großeinsatz in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen festgenommen worden. Die Ermittler glauben, dass er an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht hat, Stromleitungen in der Nähe von Kohlekraftwerken zu sabotieren - in einigen Fällen ist ihm das auch gelungen.
Allein in Sachsen wurden 21 „Abschussvorrichtungen“, wie sie Schuster nennt, im unmittelbaren Bereich von Hochspannungstrassen südlich des Umspannwerkes Graustein in der Nähe von Schleife (Landkreis Görlitz) sowie in der Lausitzer Braunkohleregion an der Grenze zu Brandenburg entdeckt. Dabei seien die Sprengsätze mit „Pulvermengen unterhalb eines Chinaböllers“ bestückt gewesen, so Schuster. Sie sollten dünne Drähte in die Höhe transportieren, die dann auf Oberleitungen zum Liegen kommen und somit einen Kurzschluss erzeugen sollten. In einigen Fällen, wie nahe des Kraftwerkes Jänschwalde, gelang das auch.










