Nach einem Schuss aus einer Druckluftwaffe auf Teilnehmer einer Demonstration in Halle nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der polizeiliche Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen. Ein 25 Jahre alter Demonstrant war durch ein Geschoss leicht im Gesicht verletzt und vor Ort von Rettungskräften versorgt worden, wie die örtliche Polizei mitteilte. Mindestens ein Schuss aus einer Druckluftwaffe sei von einem bislang Unbekannten aus einem angrenzenden Wohnhaus abgegeben worden.Die Polizei sicherte den Angaben nach umgehend Spuren und überprüfte zwei Mehrfamilienhäuser. Dabei habe keine tatverdächtige Person festgestellt werden können. Durchsuchungen seien mangels eines entsprechenden Beschlusses noch nicht möglich gewesen, sagte eine Sprecherin.Bei dem angemeldeten Demonstrationszug waren nach Polizeiangaben etwa 850 Teilnehmende am Montagabend durch die Innenstadt von Halle gezogen. Das Motto des Aufzugs lautete „Auf die Straße – Demonstration zu den Landtagswahlen“. Aufgerufen zu der Demonstration hatte die „Föderation klassenkämpferischer Organisationen“. Zu der Schussabgabe kam es dann während der Abschlusskundgebung auf dem August-Bebel-Platz.Im Umfeld der Landtagswahl am Sonntag, bei der die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD einen haushohen Sieg errungen hatte, gab es zahlreiche Demonstrationen in verschiedenen Städten von Sachsen-Anhalt. Die AfD, die über keine absolute Mehrheit verfügt, versucht derzeit, die Unterstützung von anderen Abgeordneten, in erster Linie vom BSW zu gewinnen, um regieren zu können.
Demonstrant nach Wahl in Sachsen-Anhalt mit Druckluftwaffe beschossen
Bei einer Kundgebung nach der Wahl in Sachsen-Anhalt wurde ein Mann durch einen Schuss aus einer Druckluftwaffe verletzt. Der Staatsschutz fahndet nach einem bislang unbekannten Täter.







