PfadnavigationHomeSportFußballDFB PokalDerby gegen KaiserslauternNach Mannheimer Krawallen wird gegen einen Polizisten ermitteltStand: 11:14 UhrLesedauer: 2 MinutenKrawalle in Mannheim: Das DFB-Pokalspiel gegen Kaiserslautern stand vor dem AbbruchQuelle: Uwe Anspach/dpaNach den Ausschreitungen beim Derby zwischen Mannheim und Kaiserslautern hatte die Polizei eine Ermittlungsgruppe gebildet. Es tauchten Videos auf, die auch das Fehlverhalten eines Beamten dokumentieren.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenNach den Krawallen im DFB-Pokal-Derby zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern wird auch gegen einen Polizisten ermittelt. Die Polizei bestätigte der Deutschen Presse-Agentur Ermittlungen gegen einen Beamten „wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt sowie wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz“. Zuvor hatten der „Mannheimer Morgen“ und der Südwestrundfunk dazu berichtet.Demnach soll auf Videomaterial ein Mensch in schwarzer Kleidung und mit Helm zu sehen sein, der einen brennenden Gegenstand vom Rasen aufhebt und zurück in Richtung einer Tribüne wirft. Ob dabei jemand verletzt wurde, sei noch unklar. Zuvor hatten Fans beider Vereine aus ihren Blöcken Pyrotechnik teilweise auf das Spielfeld geworfen. Das Spiel am 21. August, das Kaiserslautern schließlich mit 1:0 nach Verlängerung gewann, hatte wegen der vielen Ausschreitungen kurz vor dem Abbruch gestanden.Rund 1400 Polizisten waren bei dem Südwest-Duell im Einsatz, 35 davon wurden verletzt. Zudem mussten 85 Zuschauer medizinisch betreut werden, acht von ihnen seien zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gekommen.Ärger um Marlon RitterAuch im sportlichen Bereich hatte das Spiel im Nachgang hohe Wellen geschlagen. Mannheims Sportdirektor Matthias Schober hatte den Kapitän Kaiserslauterns für schuldig an der Entstehung befunden. „Der Spieler Ritter hat so auf seine Art und Weise provoziert und vor der Haupttribüne Dampf abgelassen. Das entschuldigt aber nicht die Becherwürfe. Aber ich glaube, dass das auch schon sehr provozierend war. Dass unsere Fans auf den Platz gegangen sind, geht nicht. Trotzdem muss ich auch sagen, kurz vor Ende der Partie hat sich Ritter bei jeder Ecke so viel Zeit gelassen und provoziert. Wie hier von der Nummer sieben provoziert wurde, das gehört sich auch nicht.“Lesen Sie auchKaiserslauterns Geschäftsführer Thomas Hengen erkannte die Schuld auf beiden Seiten: „Provoziert haben viele Leute. Was auf den Rängen abgegangen ist, war furchtbar – von beiden Seiten. So ein Derby darf nicht ausarten, das schadet uns und dem Fußball. Ich kann nur ein Kompliment an die Polizei aussprechen, dass sie so schnell da war. Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir das Spiel noch zu Ende spielen.“Womöglich blieben aber nicht alle Beamten besonnen. Die Polizei Mannheim hatte zuletzt mitgeteilt, dass sich eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen „Campus Ludi“ mit der Aufarbeitung der Vorfälle beschäftige. Ziel sei es, vorhandene Informationen sowie Foto- und Videoaufnahmen zu sichten und auszuwerten sowie Tatverdächtige zu identifizieren und strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.lwö/dpa
DFB-Pokal: Mannheimer Krawalle – darum wird jetzt gegen einen Polizisten ermittelt - WELT
Nach den Ausschreitungen beim Derby zwischen Mannheim und Kaiserslautern hatte die Polizei eine Ermittlungsgruppe gebildet. Es tauchten Videos auf, die auch das Fehlverhalten eines Beamten dokumentieren.








