Als Samantha Steuerwald schon weit in der Nachspielzeit doch noch einmal im gegnerischen Strafraum an den Ball und sogar zum Abschluss kam, hielten 5717 Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei ein letztes Mal den Atem an. Die Abwehrspielerin des 1. FC Union Berlin brachte die Kugel sogar aufs Tor, scheiterte mit ihrem Versuch aber an Lina Altenburg. Die Torhüterin von Eintracht Frankfurt hielt ihrer Mannschaft in dieser Szene den 1:0 (1:0)-Auswärtssieg in Köpenick fest. Zur Wahrheit der 90 Minuten zuvor gehörte allerdings auch, dass sie von der Union-Offensive viel zu selten geprüft wurde.Steuerwalds Chance war eine der ganz wenigen, bei der ein Tor wirklich in der Luft lag. In Summe erspielten sich die Gastgeberinnen zu wenige Gelegenheiten im letzten Drittel, um ernsthafte Ansprüche auf einen Punktgewinn anzumelden. „Wir haben es in vielen Spielphasen gut gemacht, vorne hat uns dann leider ein bisschen die Klarheit gefehlt“, versuchte Lina Hausicke das Manko der Köpenickerinnen in Worte zu fassen.