Der Kamerahersteller Leica hat in einem schwierigen Marktumfeld erstmals seit Jahren einen Umsatzrückgang verbucht. In dem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr gaben die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 573 Millionen Euro nach, wie das Unternehmen in Wetzlar mitteilte. Unter dem Strich schrieb die Leica Camera Gruppe schwarze Zahlen.Neben geopolitischen Unsicherheiten und nachteiligen Wechselkurseffekten machte Leica auch verschärfte Zollregelungen für die Entwicklung verantwortlich und sprach trotz des Umsatzminus von einem „robusten Ergebnis“. Einen konkreten Ausblick für das laufende Geschäftsjahr gab der neue Vorstandsvorsitzende Andreas Voll (44) nicht, erklärte aber, die aktuelle Geschäftsentwicklung bestätigt die Ausrichtung, auf innovative Produkte im Premiumsegment und das globale Vertriebsnetz zu setzen sowie neue Zielgruppen anzusprechen. „Dazu gehören mehr Frauen, aber auch jüngere Menschen und neue kreative Communities“, erklärte Voll, der im April den CEO-Posten von Matthias Harsch (60) übernahm.Nicht nur die einzelnen Geschäftsbereiche, sondern auch die Umsätze in den unterschiedlichen Regionen entwickelten sich im vergangenen Geschäftsjahr unterschiedlich. Den größten Teil der Leica-Erlöse macht der Geschäftsbereich Foto aus, wichtigster Einzelmarkt sind die USA, wo die Konsumstimmung zuletzt schwächelte. Nach Brancheneinschätzungen sei der weltweite Markt für Fotoapparate im vergangenen Jahr zwar nach Stückzahlen leicht gewachsen, doch griffen die Kunden häufiger zu günstigeren Modellen, sodass das weltweite Umsatzvolumen rückläufig gewesen sei, sagte ein Leica-Sprecher.