Der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko hat im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre in seiner Behörde seinen Rücktritt angekündigt. »Das ist eine politische Entscheidung«, schrieb er auf seinem Telegram-Kanal . »Ich möchte nicht, dass das Amt des Generalstaatsanwalts als Instrument politischer Auseinandersetzungen missbraucht wird.« Seine Haltung zu den Vorwürfen, die er bereits mehrfach zurückgewiesen hatte, bleibe unverändert.

Er wies eine eigene Verwicklung in die Affäre erneut zurück. Zugleich dankte er seinen Kollegen, die »mit Integrität« arbeiteten – etwa Staatsanwälten vor Gericht, Mitarbeitern, die Opfer unterstützten und russische Verbrechen dokumentierten, sowie jenen, die die Interessen des ukrainischen Staates verträten. Ihre Arbeit dürfe »unter keinen Umständen« entwertet werden.Wenige Stunden vorher lehnte er einen Rücktritt noch abEbenfalls dankte Krawtschenk dem ukrainischen Präsidenten und dem Parlament für ihr Vertrauen und bat darum, seinen Rücktritt anzunehmen.

Wenige Stunden zuvor hatte Krawtschenko nach Angaben ukrainischer Medien einen möglichen Rücktritt noch abgelehnt und erklärt, dass er von diesem Posten nur abberufen werden könne. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform hatten Sonderermittler eine kriminelle Vereinigung unter der Führung des Leiters einer Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft aufgedeckt, die angeblich Bestechungsgelder kassierte. Krawtschenko wies jede Verstrickung in diese Affäre zurück.