Ägypten verfolgt seit Jahrzehnten eine besonders strikte Anti-Drogen-Politik. Sowohl die Herstellung als auch der Handel und Besitz illegaler Drogen werden dort hart bestraft. Bei schweren Drogendelikten kann sogar die Todesstrafe verhängt werden.Dies könnte nun der ägyptischen TV-Moderatorin Sarah Khalifa zum Verhängnis werden, die wegen der Herstellung und des Verkaufs von Drogen von einem Gericht zum Tode verurteilt wurde. Das berichtet die staatliche Nachrichtenseite Al-Ahram.

Sarah Khalifa: „Noch nie zuvor Drogen gesehen“

Demnach sah es das ägyptische Gericht als erwiesen an, dass Khalifa eine kriminelle Vereinigung gebildet hatte, um synthetische Drogen herzustellen und anschließend in Umlauf zu bringen. Zusammen mit elf weiteren Angeklagten wurde die bekannte Medienpersönlichkeit zum Tode verurteilt, neun weitere Angeklagte erhielten lebenslange Haftstrafen. Zwei weitere Angeklagte befinden sich derzeit noch auf freiem Fuß und wurden der Staatsanwaltschaft zufolge mit Reiseverboten belegt.

Die 39-jährige Moderatorin arbeitete für verschiedene ägyptische Fernsehsender und wurde unter anderem mit der Sendung „Mission Impossible“ über Kriminalitäts- und Sicherheitsthemen bekannt. Khalifa gründete außerdem ein Zentrum für Schönheitschirurgie. Auf Instagram folgen der Moderatorin, die bereits im April vergangenen Jahres festgenommen worden war, aktuell 2,6 Millionen Menschen.