Mit dem Tod von Adam Yauch endete die Geschichte der Beastie Boys. Jetzt kehrt Mike D mit einem Soloalbum und einer Ausstellung zurück. Ein Gespräch über Identitäten und ewige Trauer.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenSein graues Haar trägt Mike D kurz und zerzaust, fährt sich immer wieder mit der Hand hindurch, trinkt nachdenklich aus einem Becher, dann lacht er und gestikuliert lebhaft während unseres Gesprächs, als stünde er gerade auf einer Bühne. Eine Geste, die zu seiner Geschichte passt. 1981 gründete Michael Diamond mit Adam Yauch (MCA) und Adam Horovitz (Ad-Rock) die Beastie Boys, zunächst als Hardcore-Punk-Trio, das binnen weniger Jahre zur einflussreichsten Rap-Gruppe ihrer Generation wurde. Mit Hymnen wie „Fight for Your Right (To Party!)“ provozierten sie in ihrer Sturm- und Drangphase mit Riesenpenissen und Go-Go-Tänzerinnen, erweiterten später ihren musikalischen Kosmos beständig und engagierten sich politisch, beispielsweise für die Unabhängigkeit Tibets. 2012 starb Adam Yauch an Speicheldrüsenkrebs, die Band löste sich auf.Viele Jahre blieb es still um Diamond als Musiker. Nun erscheint sein erstes Soloalbum: „Thank You“, veröffentlicht als Mike D 5D, verschmilzt es Hip-Hop mit Techno und Dancefloor-Grooves zu einem Sound, der sich jeder Kategorisierung entzieht – und in dem seine schrille, oft effektverzerrte Stimme in überzeugenden Momenten noch immer den beschwörenden Hip-Hop-Schamanen erkennen lässt.Parallel hat der 60-jährige New Yorker die Ausstellung „Mishpocha. The Art of Collaboration“ im Jüdischen Museum Frankfurt mitkuratiert – die Idee dazu entstand unter anderem nach einem Spaziergang durch die Frankfurter Judengasse, das einstige jüdische Getto der Stadt. Die Schau beginnt mit einer Sound-Installation, in der rund 30 Stimmen in verschiedenen Sprachen der Frage nachgehen, was „Mishpocha“, jiddisch für Familie, für sie bedeutet. Es folgen Gemälde, Fotografien und Videoarbeiten von Künstlern wie Nirit Takele, Ira Eduardovna oder Deborah Kass, die sich mit Migration, Zugehörigkeit und Verlust auseinandersetzen. Im Zentrum steht eine 360-Grad-Videoinstallation, die mit Sound und Projektionen die musikalischen Subkulturen Punk, Riot Grrrl, Hip-Hop und Rave erfahrbar macht – untermalt von einem Mischpult, an dem Besucher Farben, Licht und Klang live mitgestalten können. Den Abschluss bildet ein Raum mit mehreren DJ-Pulten, an denen man seinen eigenen Sound zusammenmixen kann. Zu sehen bis zum 27. September.WELT: Nach dem Tod Ihres Freundes und Bandkollegen Adam Yauch 2012 gab es die Beastie Boys nicht mehr. Sie sagten seitdem oft, es habe Sie emotional zu sehr belastet, neue Songs aufzunehmen. Jetzt, 14 Jahre später, erscheint Ihr erstes Soloalbum. Was hat sich in Ihrem Leben verändert, dass Sie die Freude an der Musik zurückgewonnen haben?Mike D: Unmittelbar nachdem Yauch gestorben war, wollte ich zunächst instinktiv das machen, was mich mein Leben lang erfüllt hat – an neuer Musik arbeiten. Ich dachte: Okay, ich setze mich einfach an meinen Computer, tüftle an neuen Songs, schaue, was passiert. Aber dann überkam mich jedes Mal diese überwältigende Traurigkeit. Ich habe sehr lange und sehr intensiv getrauert. Immer, wenn ich versuchte, Musik zu machen, überkam mich diese Trauer. Sie war so schmerzhaft, dass ich mir sagte: Ich will das nicht mehr durchmachen. Also habe ich an meinem Computer auf „Beenden“ geklickt und einfach keine Musik mehr gemacht. Wir Menschen tun uns oft schwer mit dem Trauern, weil wir keine Vorstellung davon haben, wie lange dieser Zustand dauern wird. Es gibt da kein festgelegtes Zeitlimit. Trauer ist kein linearer Prozess. Aber seit Yauchs Tod ist nun schon viel Zeit vergangen – allein das hat mir schon geholfen. Ebenso wie die Arbeit an dem autobiografischen „Beastie Boys Buch“, das ich 2018 mit Adam Horovitz veröffentlicht habe. Auf mehr als 500 Seiten hatten wir uns darin mit jenem Leben beschäftigt, das wir gemeinsam mit Yauch hatten, haben ihn auf diese Weise gewürdigt. Das war wirklich hilfreich.Lesen Sie auchWELT: Als wir uns 2018 sprachen, sagten Sie, Rap sei immer noch „die Musik für junge Menschen“, weil er keine Rücksicht auf Geschichte oder Verdienste nehme, sich ständig neu erfinde.Mike D: Stimmt nach wie vor.WELT: Dass Rap den Rock an den Rand gedrängt hat, ist inzwischen eine Binse – verdrängt heute KI Musiker an sich, Songwriter wie Sie?Mike D: Darüber habe ich mir tatsächlich viele Gedanken gemacht. Ich muss zugeben, dass ich hoffnungsvoll war, als es mit den ersten KI-Apps losging. Ich habe viele ausprobiert, hatte gehofft, dass ich in dem Prozess ein paar schöne kreative Unfälle erleben würde. Ich möchte immer offen bleiben für alle Arten von Technologien, möchte begreifen, wie sie funktionieren und wie ich sie für mich nutzen könnte. Und irgendwann kommst du dann an den Punkt, wenn du der KI sagst: „Ich möchte etwas machen, das wie dieser Taylor-Swift-Song klingt, aber mit einer Gesangsstimme, die an Paul McCartney erinnert – und dann unterleg es noch mit einem Trap-Beat.“WELT: Um noch eins draufzusetzen, könnten Sie sich noch Rhythmen von James Last dazu wünschen, von dessen „funky Beats“ Sie in Ihrem „Beastie Boys Buch“ so schwärmten – sehr zur Überraschung Ihrer Leser in Deutschland.Mike D.: Ja (lacht), James Last oder was auch immer dein Ding sein mag. Ich hatte anfangs gehofft, dass KI-Apps ein bisschen wie Synthesizer sein könnten, die ich jeden Tag in meinem Studio einschalte. Wobei ich bis heute noch nicht wirklich weiß, wie Synthesizer funktionieren, in dem Sinne, dass ich jetzt die Gebrauchsanleitung bis ins kleinste Detail durchdrungen hätte. Aber mit der Zeit habe ich eine Ahnung davon bekommen, welche Funktionen die einzelnen Regler haben. Und ich bin immer noch freudig überrascht von den Klängen, die am Synthesizer entstehen. Und ich hatte gehofft, dass ich mit KI etwas Ähnliches erleben würde. Nur hat sich mit den KI-Musik-Generatoren-Apps eine solche Erfahrung einfach nicht eingestellt. Was mich an dem von KI durchdrungenen Musikbereich am meisten schockiert, ist noch was anderes.WELT: Nämlich was?Mike D: Ganz gleich, ob man zum Musikhören Apple Music oder Spotify benutzt – die Algorithmen dieser Streamingdienste sind einfach nur schrecklich. Das, was sie bisher fabrizieren, ist ein sehr gutes Argument dafür, dass Menschen noch für eine unabsehbar lange Zeit als DJs gebraucht werden.WELT: Das regt Sie auf.Mike D: Weil es mich wirklich schockiert, wie sehr daneben die Algorithmen mit dem liegen, was sie mir anbieten. Ein Beispiel: Manchmal höre ich im Streaming Musik, die ich selbst ausgewählt habe – ein Album oder eine Playlist. Sobald die von mir gewählte oder zusammengestellte Auswahl endet, übernimmt der Algorithmus unaufgefordert, schaltet in seinen eigenen Modus und bietet mir Musik an, von der er meint, sie würde zu der davor gehörten irgendwie passen. Da bin ich dann im Fitnessstudio, will gerade anfangen loszulaufen – und mir wird all diese Musik aneinandergereiht, die einfach nur absolut sinnlos ist. Die Algorithmen machen keinen guten Job.WELT: Auf Ihrem Soloalbum sind Sie jetzt ein ganz anderes Experiment eingegangen: Sie haben erstmals mit Ihren Söhnen Skyler und Davis gearbeitet. Wie ist das, wenn der Nachwuchs einem Hip-Hop-Star sagt: „Das war zwar ganz okay, Dad, aber das kriegst du bestimmt noch besser hin.“?Mike D: Was die Musik betrifft, würden sie so etwas nicht zu mir sagen. Weil in dem Bereich gewissermaßen alle mit vollem Einsatz zusammen daran arbeiten. Aber wenn es um meinen Gesang ging, fiel dieser Satz ständig (lacht).Lesen Sie auchWELT: Wie verkraftet man das als Vater, wenn man von den eigenen Kindern gecoacht wird?Mike D: Einer meiner Söhne ist 22, der andere wird bald 24. Ich möchte solche Kommentare ausdrücklich von ihnen hören. Für mich ist es wichtig, ein ehrliches Feedback zu bekommen. Die Arbeit an diesem Album war für mich insofern besonders, weil ich sowohl mit meinen Kindern als auch mit einer von mir selbst erwählten Familie, Musikern, die ich seit Langem schätze, zusammen im Studio war. Das war gewissermaßen eine Fortsetzung meiner Arbeit an der Ausstellung „Mishpocha“, die ich für das Jüdische Museum Frankfurt mitgestaltet habe. Ich persönlich blühe in einem solchen Umfeld jedes Mal auf, wenn ich mich mit anderen austausche. Selbst gewählte Familien waren für mich schon damals mit den Beastie Boys eine besondere Gemeinschaft. Die Ausstellung legt den Fokus auf diese Kunst der Zusammenarbeit, diese Kraft, die entsteht, wenn Menschen es schaffen, zusammenzukommen, und sich kreativ auszutauschen.WELT: Die Ausstellung hat den englisch-jiddischen Titel „Mishpocha“, was im ursprünglichen Sinn wertneutral Familie bedeutet. „Mischpoke“, die deutsche Entlehnung des jiddischen Ursprungswortes, ist dagegen diskriminierend und antisemitisch aufgeladen. Wollten Sie diese negative Konnotation entkräften – die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs wieder instand setzen?Mike D: Das war für mich während der Arbeit an der Ausstellung ein großes Thema. Wobei ich den Begriff „Mishpocha“ früher gar nicht gekannt hatte. Und als das Jüdische Museum Frankfurt erstmals an mich herantrat, dachte ich zunächst, ich könne nicht wirklich in einem umfassenden Sinne etwas über die jüdische Erfahrung beitragen. Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen sprechen, meinem Leben in New York und in meiner Familie, die jüdisch ist, aber nicht das Judentum praktiziert.WELT: New York hat die größte jüdische Gemeinschaft außerhalb Israels.Mike D: Es gibt dort viele religiöse Juden, aber auch viele, die ihren Glauben nicht praktizieren, wozu auch meine Familie gehört. „Mishpocha“ ist für mich ein Begriff, der die eigene Familie einschließt, zugleich aber über sie hinausweist und eben selbstgewählte Communitys umfasst. Musik und Kunst erschaffen für mich Gemeinschaften. Gemeinsamkeiten, die wir alle teilen, das ist etwas, was mich schon immer fasziniert hat. Darum ging es mir.WELT: Das ist eine idealistische Vorstellung, die derzeit in der Realität und im Zeitgeist an sehr viele Grenzen stößt, und die unter anderem von Antisemitismus in vielfältiger Form bedroht wird. Was macht das mit Ihnen?Mike D: Ich wollte in der Ausstellung zeigen, dass es auch in unserer heutigen Welt, in der unsere Gesellschaften zunehmend zersplittert sind, Wege in der Kunst gibt, die uns zusammenbringen. Ja, diese gegenwärtige Polarisierung verstört mich, das lässt mich nicht los. Ich hadere sehr damit, wie gespalten wir inzwischen sind – und es hat den Anschein, als würde sich dieser Riss nur noch vertiefen. Diese um sich greifende Polarisierung ist für mich vor allem ein digitales Phänomen. Weil wir durch Algorithmen bestimmten Blasen zugeordnet werden: „Ich bin auf dieser Seite, du stehst auf der anderen.“ Solche durch digitale Kommunikation befeuerten Friktionen kann man auflösen, wenn man sich mit Menschen in einen Raum begibt, dort etwas Kreatives schafft oder gemeinsam erlebt. Wie beispielsweise in dem „Play“-Raum der Ausstellung, einem Musik-Mitmachraum mit DJ- und Mischpulten. „Mishpocha“ zeigt darüber hinaus Kunst von Menschen, deren Weg oft auch eine Geschichte der Einwanderung und des Lebens in der Diaspora bedeutet. Die familiären Wurzeln können beispielsweise in Afrika liegen …WELT: Wie bei den äthiopisch-jüdischen Künstlern Nirit Takele oder Shimon Wanda, deren Werke Herkunft, Migration und familiären Zusammenhalt thematisieren.Mike D: Ja, andere kommen aus dem Nahen Osten, wieder andere aus Osteuropa. Es ist auch nicht ausschließlich auf jüdische Geschichten beschränkt. Manche Menschen werden verfolgt, weil sie jüdisch sind, andere, weil sie schwarz und wieder andere, weil sie muslimisch sind. Es gibt heute eine Million Gründe, warum verschiedene Menschen ausgeschlossen und verfolgt werden. Es geht darum, zu zeigen, dass es in dieser Welt des Leidens und der Ausgrenzung, die oft mit Einwanderung und der hasserfüllten Reaktion darauf verbunden ist, die Kunst der Zusammenarbeit gibt, in der Musik und Kunst Gemeinschaften, „Mishpocha“, erschaffen.WELT: Als Sie mit den Beastie Boys Ende der 80er-Jahre erstmals nach Europa kamen, wurden Sie von den hiesigen Medien sofort als jüdische Rap-Band wahrgenommen. Warum hatte Sie das damals so irritiert?Mike D: Es war zunächst ein bisschen schockierend für uns, dass, als wir nach Europa kamen, die Zeitungen schrieben: „Die Beastie Boys sind eine jüdische Rap-Gruppe“. In jedem Fall war das ein interessanter Denkanstoß. Nur waren wir damals nicht darauf vorbereitet. Wir sahen uns nur als New Yorker Band. Es war mir bis zu dem Zeitpunkt nie in den Sinn gekommen, dass wir als jüdisch identifiziert werden würden. Dass man uns als weiße Rap-Gruppe sah, okay, das war unausweichlich. Weil wir nun mal weiß waren und Rap-Musik machten, eine Musik, die von Schwarzen erfunden worden war. Es gab damals zwar auch andere Weiße, die rappten, aber wir waren die ersten Weißen, die es geschafft hatten, in diesem Genre eine Marke zu werden. Über jüdische Identität hatten wir zu dem Zeitpunkt nicht nachgedacht.WELT: Es ist bemerkenswert, dass Sie, ein New Yorker Hip-Hop-Star, sich mit dieser Frage erst von dem Moment an intensiver beschäftigten, nachdem das Jüdische Museum in Frankfurt/Main mit Ihnen Kontakt aufgenommen hatte. Was haben Sie über sich durch die Arbeit an „Mishpocha“, die Begegnungen in Frankfurt, erfahren, das Ihnen vorher nicht bewusst war?Mike D: Ich war sehr beeindruckt von dem ersten Treffen, das ich mit dem Team des Museums hatte. Das muss zwei oder drei Jahre her sein. Als ich sie in Frankfurt besuchte, luden sie mich zu einer Führung auf das Gelände der Frankfurter Judengasse ein, das als das erste Getto Europas gilt. (Die Frankfurter Judengasse entstand im Jahr 1462 als das erste jüdische Getto in Europa und bestand über 300 Jahre lang bis zu ihrer Zerstörung im Jahr 1796. Der Frankfurter Stadtrat und Kaiser Friedrich III. hatten die jüdische Bevölkerung im Jahr 1462 gezwungen, ihre Häuser nahe dem Kaiserdom zu verlassen, d. Red.) Ich war regelrecht erschüttert davon, wie wenig ich darüber wusste. In der Schule war mir nichts über diese Zeit beigebracht worden. Sicher, im Geschichtsunterricht hatten wir den Zweiten Weltkrieg durchgenommen, von den Konzentrationslagern erfahren, von all den Toten und dem unsäglichen Leid. Davon abgesehen wurde mir nichts über die Geschichte der jüdischen Menschen in Deutschland oder an anderen Orten der Welt vermittelt. Was mich letztlich fasziniert hat, an der „Mishpocha“-Ausstellung mitzuwirken, war diese Vorstellung, dass Kunst Gemeinschaft schaffen kann. So wie ich es in New York erlebt habe, als ich dort aufwuchs. In einer Stadt, die so stark von Menschen geprägt ist, die von anderen Orten der Welt dorthin gekommen sind, um ihre eigene Version ihres Traums zu verwirklichen.WELT: Jetzt gehen Sie sozusagen mit Ihrer eigenen „Mishpocha“ auf Tournee, mit den Musikern Ihrer Band sowie Ihren beiden Söhnen. Was meinen Sie, wie lange können Sie in diesem Verbund gleichzeitig der Vater Ihrer Kinder sein, ihr bester Kumpel und Bandmitglied, das jeden Abend mit ihnen auf der Bühne steht?Mike D: Im Moment funktioniert es gut. Aber wer weiß, in sechs Monaten, vielleicht auch erst in sechs Jahren sagen mir meine Söhne womöglich: „Okay, Dad, ab jetzt musst du doch wieder dein eigenes Ding machen. Und wir machen unser Ding.“ Das ist wie mit allen Beziehungen – sie entwickeln sich ständig weiter.Zur Person:Der am 20. November 1965 in New York geborene Michael Louis Diamond wuchs als Sohn des Kunsthändlers Harold Diamond und der Sammlerin Hester Diamond auf der Upper West Side auf. Mit den Beastie Boys wurde er 2012 in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen; 2018 veröffentlichte er mit seinem Bandkollegen Adam Horovitz das „Beastie Boys Buch“. 2016 hatte sich Diamond nach 23 Ehejahren von seiner Frau, der Regisseurin Tamra Davis, getrennt, mit der er die Söhne Skyler und Davis hat. Er lebt heute im kalifornischen Malibu. Sein aktuelles Bandprojekt Mike D 5D besteht aus ihm, seinen Söhnen sowie Eddie Ruscha, Will Graefe und Milo Ruscha. Am 1. November 2026 spielt die Band in Köln.