Die iranischen Fußballspielerinnen Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh haben ihren Verzicht auf die iranische Nationalhymne beim Frauen-Asien-Cup erstmals als Protest gegen die Regierung in Teheran bezeichnet. Die beiden hatten in Australien Asyl beantragt. Ihr Interview wurde in der australischen Sendung »60 Minutes« ausgestrahlt.
»Wir wollten einfach nur zu unserem Volk stehen. Ich hatte manchmal Angst, aber ich habe versucht, das Richtige zu tun und auszudrücken, dass niemand wegen eines Protests getötet werden sollte«, sagte Ramezanisadeh mithilfe eines Dolmetschers.Die beiden gehörten zu den zunächst sieben Teammitgliedern, die während des Turniers im März in Australien Schutz beantragt hatten. Vor dem Auftaktspiel gegen Südkorea hatte die iranische Mannschaft die Nationalhymne nicht mitgesungen. Der Verzicht wurde in Iran als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Iranische Medien bezeichneten die Spielerinnen später als »Verräterinnen«. Bei den folgenden Partien sangen sie die Hymne wieder mit und salutierten. Eine öffentliche Erklärung der Mannschaft gab es danach nicht. Fünf der Spielerinnen zogen ihren Antrag auf Asyl später zurück und kehrten nach massivem Druck auf ihre Familien schließlich nach Iran zurück.










