Der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau in Indonesien sorgt nach wie vor für Störungen im Flugverkehr. Die beiden internationalen Flughäfen in der Hauptstadt Jakarta, darunter der wichtige Soekarno-Hatta Airport, bleiben wegen der Vulkanasche bis mindestens Montagabend (Ortszeit) geschlossen, wie die Behörden mitteilten. Ob sechs kleinere Flughäfen des Inselstaates, die seit dem Wochenende ebenfalls gesperrt sind, wieder geöffnet werden, war noch unklar.»Die Sicherheit hat für uns Priorität«, betonte Verkehrsminister Dudy Purwagandhi. Die wechselnden Windrichtungen in unterschiedlichen Höhen machten es schwierig vorherzusagen, wie lange die Vulkanasche den Flugverkehr behindern werde. Die Aschewolke erreichte der Wetterbehörde BMKG zufolge auf der Java-Seite des Vulkans eine Höhe von 6000 Metern und auf der Sumatra-Seite von 15.000 Metern.
Der Feuerberg liegt in der Sundastraße zwischen den Inseln Java und Sumatra. Anak Krakatau bedeutet »Kind des Krakatau«. Der Vulkan entstand nach der gewaltigen Eruption des Krakatau von 1883 aus dessen Caldera – also der großen kesselförmigen Vertiefung, die beim Einsturz des Vulkans entstand.Der Ausbruch von 1883 zählt zu den verheerendsten Vulkankatastrophen der Neuzeit, mehr als 36.000 Menschen kamen damals ums Leben. Die Explosion war so gewaltig, dass ihr Donner noch Tausende Kilometer entfernt zu hören war. Sie gilt als das lauteste jemals aufgezeichnete Geräusch. Ein großer Teil der damaligen Vulkaninsel versank im Meer.








