PfadnavigationHomePanoramaBerlinNeue Schändung nach CSD-Anschlag – Täter reißen Gedenkbaum herausStand: 06.09.2026Im Podcast „Based“ sprechen erstmals zwei Überlebende des Berliner CSD-Anschlags öffentlich über ihre Erlebnisse. Podcast-Redakteur Dominik Steffens berichtet über die Recherchen und schildert, warum die Opfer nun an die Öffentlichkeit gehen.Der Erinnerungsort für die Opfer des islamistischen Anschlags auf den Berliner CSD wird erneut Ziel einer Attacke. Nachdem bereits die Regenbogenbank beschädigt wurde, haben Unbekannte nun den Gedenkbaum aus der Erde gerissen.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenUnbekannte haben in Berlin den Gedenkbaum für die Opfer des islamistischen Anschlags auf den Christopher Street Day (CSD) aus der Erde gerissen. Darüber berichtet der Berliner „Tagesspiegel“ und beruft sich auf die Polizei. Eine Streife bemerkte den beschädigten Ahorn in der Nacht zum Sonntag gegen 1.30 Uhr im Vorbeifahren. Auch das Schutzgitter sowie weitere Gegenstände in der Umgebung seien beschädigt oder zerstört worden. Die Polizei ermittelt wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung. Nach Angaben eines Sprechers sei der Baum „aus der Erde gedrückt“ worden.Der Gedenkort war erst wenige Wochen nach dem islamistischen Anschlag eingerichtet worden. An der Stelle eines zuvor gefällten Baumes war ein neuer Ahorn gepflanzt worden. Daneben stellte das Bezirksamt Mitte eine Bank in Regenbogenfarben auf. Diese war bereits Anfang der Woche schwer beschädigt worden und wurde inzwischen zur Reparatur abgebaut.Lesen Sie auchDer Fraktionsvorsitzende der Berliner Grünen, Werner Graf, reagierte empört auf die erneute Beschädigung des Gedenkorts. „Ich bin voller Wut und Fassungslosigkeit, aber auch trotzig“, sagte er. Die queere Community werde ihren Kampf für Freiheit nicht aufgeben: „Wir pflanzen diesen Baum wieder. So oft, wie es nötig ist.“Bei dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD war eine Frau getötet worden, 31 weitere Menschen wurden verletzt.krö