Am Rande der Verleihung der »Goldenen Henne« äußerte sich Sängerin Kerstin Ott gegenüber der Zeitschrift »Bunte« zu ihrer Brustverkleinerung. Ihr sei es dabei nicht nur um die Ästhetik, sondern auch um gesundheitliche Aspekte gegangen. »Ich finde es auch wichtig, das ist keine Verkleinerung, sondern eine ganze Mastektomie gewesen. Einfach aus der Tatsache, weil in meiner Familie auch Brustkrebs ist und mich die sowieso immer gestört haben«, sagte Ott.
Ihre Brüste seien Ott »nie wichtig gewesen«. Im Gegenteil: Sie habe sich eher daran gestört. Bereits in ihren Dreißigern habe die Operation stattgefunden, so Ott. Das sei keine spontane Entscheidung gewesen, sondern das Ergebnis eines längeren Prozesses. Die Angst vor einer Erkrankung habe sie dabei immer begleitet.Ott wollte Krebsrisiko minimierenOtt sagte gegenüber die »Bunte«, die Mastektomie sei ein Versuch gewesen, die Kontrolle wiederzuerlangen und das Krebsrisiko zu minimieren. Das bessere Körpergefühl sei nur ein willkommener Nebeneffekt gewesen. Ott wisse, dass nicht jeder diese Operation nachvollziehen könne. »Es stößt immer so ein bisschen auf: ›Oh, wie kann man denn so etwas machen?‹ Aber letztendlich ist meine Antwort darauf, dass es mein Körper ist. Und dass es einfach völlig egal ist, was andere dazu zu sagen haben.«






