Eine Woche protestiert „Rheinmetall Entwaffnen“ in Köln gegen Aufrüstung. Die Abschlussdemo endet für einen Teil im Polizeikessel.
Demonstrierende und Polizeikräfte bei der Abschlussdemonstration von „Rheinmetall Entwaffnen“ in Köln
Benjamin Westhoff/dpa
Der Demonstrationszug steht. Aus den Lautsprechern kommt eine Durchsage der Polizei: Aus einer Gruppe im hinteren Teil der Demo heraus seien Straftaten begangen worden, darunter der Einsatz von Pyrotechnik und Zwillen gegen Polizeikräfte. Außerdem kam es zwischen Polizei und Demonstrierenden mehrfach zu Zusammenstößen. Schließlich kesselt die Polizei den hinteren Teil ein. Auch zwei Wasserwerfer stehen bereit. Wer vorn steht, dürfe die Versammlung einzeln verlassen, heißt es. Als Demonstrationszug aber geht es zunächst nicht weiter.
Was als Höhepunkt einer sechstägigen Protestwoche durch Köln ziehen sollte, kommt erstmal zum Stillstand. Seit dem 1. September hat „Rheinmetall Entwaffnen“ sein Camp im Inneren Grüngürtel in Köln aufgeschlagen. Das linke antimilitaristische Bündnis protestiert gegen Krieg, Aufrüstung und Rüstungsindustrie. Köln ist als Standort bewusst gewählt, denn Rheinmetall sitzt im nahen Düsseldorf, das Verteidigungsministerium hat einen Sitz in Bonn, weitere Rüstungsunternehmen und militärische Einrichtungen liegen in der Region.













