Der Leichnam des „Schlächters vom Balkan“, Mladić, ist jetzt in Serbien. International gibt es scharfe Kritik an der Verherrlichung seiner Kriegsverbrechen.

Der Schlächtert vom Balkan ist zurück, und seine Verehrung ist fern von kontrovers

Radivoje Pavicic/AP/dpa

Knapp eine Woche ist Ratko Mladićs tot. Jetzt wurde sein Leichnam mit einer Regierungsmaschine nach Serbien überführt. Die Pläne von Präsident Aleksandar Vučić und Justizminister Nenad Vujić, den wegen Völkermords verurteilten Ex-General offiziell zu ehren, werden jetzt wohl umgesetzt.

Der General soll ein „würdiges und angemessenes“ Begräbnis mit militärischen Ehren erhalten, heißt es. Trotz Protesten. Mladić soll neben seiner Tochter beerdigt werden, die während der Zeit der schweren Verbrechen Mladićs in Belgrad 1994 Selbstmord begangen haben soll.