Beim Foro Madrid in Santiago beschwören die Rechten Kast, Milei und Co eine neue Ära – währenddessen bröckelt in Chile die Unterstützung für Kast.
Chiles Präsident José Antonio Kast bei seiner Begrüßungsrede zum Foro Madrid am 3. September
Pablo Sanhueza
„Chile ist ein großes Land, eine Nation offener Türen, die den Dialog sucht und zeigt, wie eine erfolgreiche Nation zum Leuchtturm für andere werden kann.“ Mit diesen Worten schloss José Antonio Kast in der Hauptstadt Santiago das Foro Madrid. Ein Treffen, dessen Teilnehmer:innen genau das Gegenteil von Dialog propagieren. Der argentinische Präsident Javier Milei sprach von einer „globalen Schlacht zwischen Gut und Böse“.
Organisiert wird das Treffen von der Fundación Disenso, einer Stiftung, die überwiegend von der rechtsextremen spanischen Partei Vox finanziert wird. Kast gehörte 2020 zu den ersten Unterzeichner:innen der sogenannten Carta de Madrid. Es handelt sich um eine Art Gründungsmanifest, in dem der „Vormarsch des Kommunismus“ als Bedrohung deklariert wird. Das Foro Madrid soll ein rechtsextremer Gegenentwurf zum linken Foro de São Paulo und der Grupo de Puebla darstellen.












