PfadnavigationHomeSportBasketballWM in BerlinGehasst, geächtet, drangsaliert – US‑Superstar Clark rückt in den FokusVon Steven JörgensenStand: 04.09.2026Lesedauer: 2 MinutenCaitlin Clark erzielte in der US-Liga WNBA in dieser Saison im Schnitt 22,5 Punkte pro PartieQuelle: FIBA via Getty Images/Milad PayamiUS-Nationalspielerin Caitlin Clark schreibt in der WNBA eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Das kommt nicht bei allen gut an. Mit der Nationalmannschaft tritt sie nun bei der WM an – an der Seite ihrer Erzrivalin.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenKeine Basketballerin polarisiert wie sie. Die Amerikanerin Caitlin Clark sorgt mit ihrer Popularität für einen Boom in der nordamerikanischen Profi-Liga WNBA. Doch gleichzeitig wird die 24-Jährige gehasst, geächtet und drangsaliert. Nun spielt Clark bei der Basketball-WM in Berlin, die am Freitag begonnen hat. Dort ist sie die Hauptfigur im „Dream Team“ der amerikanischen Frauen, die mit einer All-Star-Truppe aus der WNBA antreten und zum Start deutlich mit 94:61 (49:29) gegen China gewannen. Was die Spielmacherin sportlich auszeichnet: Sie ist eine herausragende Distanzwerferin, die spektakulär aus allen Lagen den Ball im Korb versenkt. Kürzlich erzielte sie 37 Punkte für Indiana gegen Chicago, ist jetzt die erste Spielerin in der WNBA-Geschichte mit sechs Partien, in denen sie mindestens 30 Punkte und zehn Vorlagen verzeichnete. Alle anderen Spielerinnen in der gesamten Liga-Historie haben das zusammen nur viermal geschafft. Diese Saison erzielt sie im Schnitt 22,5 Punkte pro Partie.„Neid spielt sicher mit rein“, sagt die Basketball-Legende Die Leistungen sorgen für große Bekanntheit (vier Millionen Instagram-Fans) und lukrative Werbeverträge. Clark verdient pro Jahr rund zehn Millionen Euro durch Sponsoren. Das soll zu Neid bei den Gegenspielerinnen führen. Clark wird als Gesicht der WNBA präsentiert. Das schmeckt anderen nicht. „Neid spielt sicher mit rein“, sagt Basketball-Legende Charles Barkley.So wird Clark öfter hart gefoult. Kürzlich drückte ihr Alyssa Thomas (Phoenix Mercury) eine Faust gegen den Hals. „Sie wird gezielt angegangen“, sagte ihre Teamkollegin Sophie Cunningham. Clark fügte später hinzu: „Unsere Schiedsrichter müssen besser pfeifen. Ich weiß, dass es schwer ist. Die Liga muss unsere Spieler besser beschützen.“Über Jahre wurde zwischen ihr und ihrer gleichaltrigen Nationalmannschaftskollegin Angel Reese eine Rivalität um Popularität aufgebaut. Diese sorgte aber auch für mehr Aufmerksamkeit für die WNBA. Beide spielten die vermeintliche Feindschaft herunter. Tenor: Wir sind sicher nicht die besten Freundinnen, aber wir respektieren uns gegenseitig sehr. Reese hat mit 5,2 Millionen sogar noch mehr Instagram-Fans als Clark. Gemeinsam sind sie jetzt Teil des US-Teams, das klarer WM-Favorit ist. Die USA gewannen die vergangenen vier WM-Titel, siegten insgesamt elfmal. Für Clark ist es die erste WM. Bei dem Sieg gegen China erzielten in Clark, Rhyne Howard und Paige Bueckers gleich drei US-Spielerinnen 14 Punkte.