Bei den Filmfestspielen in Venedig feiert der Regisseur Martin McDonagh einen Triumph. In seinem neuen Film schickt er zwei Stars auf die Osterinseln.

Verloren zwischen großen Gesichtern: John Malkovic und Sam Rockwell

Filmfestspiele Venedig

Venedig hat einen ersten Höhepunkt, der die Erwartungen sogar übertroffen hat. Zum dritten Mal ist der irische Regisseur Martin McDonagh in den Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig eingeladen, nach „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ (2017) und „The Banshees of Inisherin“ von 2022, und zum dritten Mal begeistert er mit seinem bösen Witz, der es ihm gestattet, frei von Kitschgefahr von durch und durch menschlichen Nöten zu erzählen. „Wild Horse Nine“ heißt sein jüngster Film. Was es mit der Zahl im Titel auf sich hat, ist etwas unklar, einige wilde Pferde spielen darin jedenfalls eine Rolle.

McDonagh lässt im Sommer 1973 zwei in Chile stationierte CIA-Agenten eine Reise auf die Osterinsel unternehmen. Der Militärcoup gegen den chilenischen Präsidenten Salvador Allende steht kurz bevor, warum Chris (John Malkovich) und Lee (Sam Rockwell) ausgerechnet auf die entlegene Osterinsel reisen, bleibt zunächst offen. Dass Chris seiner Arbeit überdrüssig ist, erfährt das Publikum ziemlich zu Anfang. Was Chris und Lee sonst noch im Gepäck haben, zeigt sich dann nach und nach.