Stand: 04.09.2026 • 14:59 Uhr

Nach dem Brandanschlag auf ein Firmengebäude mit Rüstungsunternehmen in München sind zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Politiker und Ermittler vermuten ein politisches Motiv.

Nach dem Brandanschlag auf eine Baustelle in der Nähe von Rüstungsunternehmen in München sind zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft gekommen. Der 28 Jahre alten Bulgarin und ihrem zehn Jahre älteren Landsmann werden Sachbeschädigung und versuchte Brandstiftung zur Last gelegt, wie Generalstaatsanwaltschaft München und bayerisches Landeskriminalamt mitteilten. Sie sollen aus einem Auto heraus Brandsätze geworfen haben. Ein Ermittlungsrichter erließ die Haftbefehle.

Bislang keine weiteren Verdächtigen

Bei der Tat in der Nacht zum Donnerstag war niemand verletzt worden und kein großer Schaden entstanden. Ein Zeuge beobachtete die mutmaßlichen Täter, die Polizei nahm die zwei Verdächtigen später an einer Tankstelle fest. Weitere Verdächtige gebe es bislang nicht, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts. Im Zuge der Ermittlungen wurden drei Wohnungen im Landkreis München durchsucht und zahlreiche Gegenstände sichergestellt. Diese werden nun ausgewertet.