Nur ein Trittbrettfahrer? Oder der nächste Versuch von Manipulation an Infrastruktur in Deutschland? Nach dem Fund eines verdächtigen Gegenstandes an einem Umspannwerk in Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf geht die Polizei von letzterem Szenario aus. »Jemand hat offenbar versucht, mutwillig einen Kurzschluss herbeizuführen«, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei in der Nacht auf Freitag.Wie die Ermittler erklärten, liege ein Bekennerschreiben vor. Zum Inhalt gibt es aber keine weiteren Angaben. Ebenso ist noch nicht geklärt, was genau ein Spaziergänger denn nun entdeckt hatte. Eine Polizeisprecherin in Neuss hatte zwar gesagt, es könne sich um eine Abschussvorrichtung handeln. Der Gegenstand müsse aber erst von Experten untersucht werden, um zu klären, ob er für eine Attacke auf die Stromversorgung geeignet war. Der WDR hatte zuvor berichtet.Nach der Störung an dem Umspannwerk in Bergheim hatten die Ermittler sechs Abschussvorrichtungen in einem Feld gefunden. Es sei davon auszugehen, dass diese Vorrichtungen so gebaut waren, um mit pyrotechnischen Gegenständen einen Draht in die Höhe über die Stromleitungen zu führen, sagte der Leitende Kriminaldirektor Michael Esser.
NRW-Innenminister: »Wer da rangeht, greift unser Land an«Der Draht habe sich möglicherweise über die Stromleitung gelegt, wodurch es zu einer Erdung kam. Ein dabei eingesetzter Draht sei verglüht und habe den Zaun beschädigt, sagte Esser weiter. Zeugen hätten kurze Lichtblitze beobachtet. Der Leitende Kriminaldirektor sprach von einem »Anschlaggeschehen«. Man ermittle mithilfe eines Funkzellenabgleichs und einer DNA-Spurensuche an den Abschussvorrichtungen. Auch ein Hinweisportal sei eingerichtet worden. Esser sagte, die Abschussvorrichtungen könnten auch »vor einiger Zeit« installiert worden sein.











