Der Machtkampf zwischen der Fifa und der Uefa spitzt sich weiter zu. Nun wirft der Fußball-Weltverband Fifa dem europäischen Kontinentalverband eine »Verleumdungskampagne« vor. Das geht aus Dokumenten hervor, die die Fifa bei einem New Yorker Gericht einreichte und die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Zuerst hatte das Portal »The Athletic« darüber berichtet.Hintergrund sind die jüngsten Auseinandersetzungen zwischen den beiden mächtigen Verbänden, hervorgerufen durch die – nach großem Druck zurückgezogenen – Investorenpläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino. Mit seinem abseits aller Fifa-Institutionen mit US-Geschäftspartnern vorangetriebenen Milliarden-Deal zur WM-Vermarktung hat der Schweizer aus Sicht der Uefa eine rote Linie überschritten. Die seit langem gärende Stimmung bei den Europäern gegen ihn ist in offene Konfrontation gekippt – mehr hier .Nun schießt die Fifa zurück: Die von der Uefa an gleich mehrere Gerichte parallel gestellten Anträge seien nicht mehr als bloße Pressemitteilungen, »die dazu dienen, die Verleumdungskampagne der Uefa gegen die Fifa und deren Führung weiter voranzutreiben«, heißt es in einem an ein Gericht im US-Bundesstaat Florida ergangenen Schreiben vom 1. September.Der Uefa gehe es mit ihren Anträgen darum, Informationen offenzulegen, die nach den Fifa-Regularien vertraulich behandelt werden müssten. Die Fifa will nun Teil des Verfahrens werden und erwirken, dass die Entscheidung über den UEFA-Antrag verzögert wird.
Gianni Infantino: Fifa wirft Uefa »Verleumdungskampagne« vor
Gianni Infantino hat sich mit seinen Investorenplänen verzockt. Europas Fußballverband Uefa will juristisch gegen den wankenden Fifa-Präsidenten vorgehen. Nun startet der Weltverband einen Gegenangriff auf die Europäer.








