Ein WhatsApp-Videoanruf, ein paar Fingertipps – und die Fotogalerie eines gesperrten Android-Handys steht offen. PIN, Fingerabdruck, Gesichtserkennung: alles wirkungslos.Entdeckt hat das der Sicherheitsforscher Jose Rodriguez, der den Fall am 1. September auf der Plattform X öffentlich gemacht hat. Rodriguez ist einschlägig bekannt, er hat in den vergangenen Jahren mehrfach Wege gefunden, Sperrbildschirme von iPhones und Android-Geräten zu umgehen.

So funktioniert die WhatsApp-Lücke

Auf dem gesperrten Handy geht ein WhatsApp-Videoanruf ein. Der lässt sich annehmen, ohne das Gerät zu entsperren. So ist es vorgesehen, das kennt jeder aus dem Alltag.Steht die Verbindung, öffnet ein Tippen auf das Effekte-Symbol ein Menü mit Filtern und Hintergründen. Von dort führt die Funktion, mit der sich per Meta AI ein Hintergrund erzeugen lässt, zur Option, ein vorhandenes Foto zu bearbeiten. Und die öffnet die Galerie.Nach PIN oder Fingerabdruck fragt das Handy an keiner Stelle. Es ist die ganze Zeit über formal gesperrt.Der Einstiegspunkt ist damit ausgerechnet die KI-Funktion, die Meta in den vergangenen Monaten in praktisch jede Ecke des Messengers eingebaut hat. Jede neue Funktion auf dem Sperrbildschirm vergrößert die Angriffsfläche.