Die Ermittlungen zu dem Verdachtsfall im Dessauer Marthahaus werden inzwischen vom polizeilichen Staatsschutz geführt. Das bestätigte die Polizeiinspektion Dessau-Roßlau dieser Zeitung. Weitere Angaben verweigert die Behörde mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen.
Der Fall war Anfang der Woche durch die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung bekannt geworden. Für eine 95-jährige, nach Angaben ihres Bevollmächtigten an Demenz erkrankte Bewohnerin des Pflegeheims waren am 10. August Briefwahlunterlagen beantragt worden. Als der Bevollmächtigte später beim Wahlbüro nachfragte, wurde ihm mitgeteilt, die Frau habe bereits gewählt. Er bestreitet, die Unterlagen für sie beantragt zu haben, und stellte Strafanzeige gegen Unbekannt.
Sachsen-Anhalt
Exklusiv: Wahlbetrug-Verdacht in Dessau – Jemand hat für eine demente 95-Jährige gewählt
Diese Zeitung hatte von der Polizei unter anderem wissen wollen, ob sich die Ermittlungen gegen konkrete Personen richten und ob geprüft wird, ob weitere Bewohner des Pflegeheims betroffen sein könnten. Auch zu dem Straftatbestand, wegen dessen ermittelt wird, machte die Polizei keine Angaben.










