Die Karolina-Burger-Realschule in Ludwigshafen wurde als »gefährlichste Schule Deutschlands« tituliert, nun stehen weitere Schritte an, um für Schulfrieden zu sorgen. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig kündigte an, den Personalrat der Schule aufzulösen. Für die Lehrkräfte an der Ludwigshafener Brennpunktschule sei zudem künftig nach Einzelfallprüfung eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag möglich.

Die Karolina-Burger-Realschule liegt in einem Viertel mit hohem Migrationsanteil und war in einigen Medienberichten als angeblich »gefährlichste Schule Deutschlands« bezeichnet worden. Vor allem Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen hätten daher die Sorge geäußert, keinen Ausbildungsplatz zu bekommen, wenn sie sich bei Betrieben als Absolventen der Realschule vorstellten, so Eiling-Hütig.Ministerin: »Extrem heterogene« SchülerschaftDie Ministerin hatte sich bei einem Besuch vor Ort selbst ein Bild über die Lage an der Schule mit ihrer »extrem heterogenen« Schülerschaft gemacht. Vielen engagierten und positiv überzeugenden Schülerinnen und Schülern stünden dort »nur wenige gegenüber, die in ihrem Verhalten stark auffällig sind«. Letztere müssten mit Jugendhilfemaßnahmen entweder unterstützt oder auch sanktioniert werden, so Eiling-Hütig.